17.09.2011. SV Grün-Weiß Schwerin II – SG Bützow-Güstrow I 29:17

„Die ersten Pflaumen sind madig“

Die Handballerinnen der ersten Mannschaft der SG Bützow-Güstrow mussten am 17.09. ziemlich ersatzgeschwächt die Reise nach Schwerin, zum ersten Spieltag in der Mecklenburg-Vorpommern-Liga, antreten. Vorherige Saison konnten beide Spiele klar zu Gunsten der SG entschieden werden, jedoch ohne Etatmäßigen Torwart und fast komplett ohne Rückraumspielerinnen stand dieses Jahr eine schwere Aufgabe auf dem Programm.

Kaum eine Spielerin konnte auf ihrer gewohnten Position auflaufen. So hieß die Devise dieses Spiels: Je länger der Ball in unseren Reihen, umso weniger Möglichkeiten für die Anderen Tore zu werfen!“ Das klappte in der ersten Halbzeit nur bedingt, denn schnell zogen die Gastgeber vom SV GW Schwerin mit 8:1 fort. Das lag einzig allein an der schlechten, zu ungefährlichen Angriffsleistung. Zu viele Fehlpässe und technische Fehler luden die Schwerinerinnen regelrecht zum Kontern ein. Davor hatte Trainer Jens-Peter Kruse vor dem Spiel gewarnt, zumal auch die Konterabwehr zu wünschen übrig ließ. Irgendwie bekam die SG nicht die Hand an den Ball oder war stets einen Schritt zu spät. Das kostete natürlich sehr viel Kraft, denn viele Wechselmöglichkeiten gab es nicht. Positiv zu erwähnen war jedoch die gute, konsequente Abwehrarbeit denn aus dem Spiel heraus konnte Schwerin nicht viel bewirken. Sie kamen hauptsächlich durch Tempogegenstöße oder Strafwürfe zu Torerfolgen, dies jedoch zum Leidwesen der SG viel zu oft. Manko der ersten Halbzeit war der Angriff, denn die SG konnte nur fünf Tore erzielen und damit kann man kein Spiel gewinnen. Die Gastgeberinnen standen sehr kompakt und agierten aggressiv in der Deckung. Mit einem deutlichen 14:5 Rückstand ging es dann in die Halbzeitpause, die für die SG notwendig war, zumal der Kader durch eine rote Karte weiter dezimiert wurde.

Nach der Pause lief es dann für die Gäste auch endlich besser im Angriff. Jenny Bohnenstengel, die ihr erstes Spiel für die SG Bützow-Güstrow machte, konnte sich immer mehr in Szene setzen und erzielte fünf schöne und wichtige Tore. Das Spiel konnten die SG Damen nicht mehr drehen. Am Ende hieß es 29:17 für Grün-Weiß Schwerin. Trotz der hohen Niederlage hat auch Schwerin deutliche Schwächen offenbart, die man mit voller „Kapelle“ dann auch hoffentlich im Rückspiel zu Hause auszunutzen weiß. Wie sagte Trainer Jens Peter Kruse nach dem Spiel:“ Die ersten Pflaumen sind madig!“

SG: Wegener, Schuldt (2), Sachs (1), Kahnert (1), Pusch (1), Schmidt, Bohnenstengel (5), Saß (2), Großmann, Zech (5)

 
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