29.01.2011: Stavenhagener SV – Güstrower HV I 34:30

Dem Trainer fehlen die Spieler

Es ist nicht so einfach immer der Mannschaft eine Pauschalschuld für eine Niederlage zu geben. Natürlich verlieren sie Spiele, und sie gewinnen sie auch. Doch beim GHV muss man die Sache derzeit ein bisschen differenzierter sehen. Seit Wochen spieien die Handballmänner des GHV in der MV-Liga personell am Limit. Dort wo andere, wie vor einer Woche beim Heimspiel gegen Grimmen passiert, eine Mannschaft mit insgesamt 14 Akteure haben, kann der GHV nur auf einen Torhüter und maximal neun Spieler zurückgreifen. „Das zerrt natürlich auch an den Nerven“, sagte Gerald Hein, Trainer des GHV.

In Stavenhagen waren es am Wochenende auch nur ein Keeper und acht Feldspieler – eine Tatsache, die kaum taktische Umstellungen fürs eigene Spiel zuließ. Und wenn dann noch Sebastian Nucklies in der 25. Minute wegen eines Foulspieles vorzeitig mit Rot vom Platz geschickt wird, dann sind die Wechselmöglichkeiten für den Trainer so gut wie erschöpft. Und so kam es wie es kommen musste. In der zweiten Halbzeit spielte die Mannschaft sogar in Unterzahl, weil sich zwei GHV-Spieler für den Moment so verletzten, dass sie nicht einsatzfähig waren. Natürlich soll das alles keine Entschuldigung für die 30:34-Niederlage beim Aufsteiger in Stavenhagen sein. Es erklärt aber die Umstände, unter denen der GHV derzeit die Herausforderungen der MV-Liga lösen muss. „Es geht jetzt einfach nur noch um Punkte gegen den Abstieg. Wir müssen so viele sammeln, wie es nur geht. Das wird schwer, ist aber machbar“, stellte Gerald Hein fest.

Hoffnung schöpft er dabei auch durch gute spielerische Ansätze vom Wochenende und vor allem durch eine tolle Moral in der Mannschaft. „Die ist nachwievor in Ordnung. Andere Teams mit acht Spielern fahren gar nicht mehr los, unsere Jungs tun es trotzdem.“ In Stavenhagen sah es lange Zeit so aus, als würden sie sogar einen Punkt erreichen können. Kurz vor Schluss lag man nur 29:31 hinten, doch durch Unkonzentriertheiten in Abwehr und Spielaufbau legte der Gastgeber noch einmal eine Schippe drauf und gewann am Ende verdient mit 34:30. Bei den Güstrowern erhielten Torwart Andre Pötzsch, der drei Siebenmeter hielt, und Andreas Nowatzki, der 12 Tore für seine Mannschaft erzielte, gute Noten des Trainers.

Fazit: Ein Punkt war drin. Wenn die Schützlinge von Trainer Gerald Hein die noch zu vielen einfachen Fehler aber am nächsten Wochenende zu Hause gegen Warnemünde abstellen können und diszipliniert bis zum Ende spielen, dann dürfte der nicht mehr lange auf sich warten lassen. (Dirk Behm)

GHV: Pötzsch, Frick (8), T.Kahl (1), Nowatzki (12), Nucklies (1), Stölken (5), Kalien (1), M.Kahl, Golatowski (2)

 
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