2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011
VW-Cup 2009

Am 22. August 2009 war es wieder soweit. Die Güstrower Handballer hatten Männermannschaften aus der Bundes-, Regional- und Oberliga zu einem Turnier eingeladen. Nach vier Jahren internationalem Mecklenburg-Cup wurde auf Grund wirtschaftlicher Zwänge und neuer Vorgaben des Deutschen Handballbundes allerdings in einem etwas kleineren Rahmen als in den Vorjahren gespielt. Trotzdem war das Interesse an dem Turnier im Vorfeld groß.

Neben dem Gastgeber, den Oberligamännern vom Güstrower HV, folgten HC Empor Rostock (2. Bundesliga), der Doberaner SV und HSV Peenetal Loitz (beide Regionalliga Nordost) und SG TMBW Berlin (BB-Liga) der Einladung.

Im ersten Turnierspiel standen sich Loitz und Rostock gegenüber. Der Regionalligist konnte sogar mit 3:0 in Führung gehen, aber dann schlug die Stunde der Rostocker. Nach zwanzig Minuten waren die Hansestädter bereits mit 10:7 in Führung gegangen. Nach dem Seitenwechsel setzte sich das fort und so sicherte sich Empor mit 25:15 seine ersten Punkte.

Im zweiten Spiel standen sich Doberan und Berlin gegenüber. Beide Teams spielten etwa auf gleichem Niveau, ein Klassenunterschied zwischen dem Regionalligisten Doberan und dem Oberligisten (BB-Liga) war nicht zu erkennen. Beide Mannschaften führten jeweils über eine gewisse Zeit aber nach vierzig Minuten gewann Berlin knapp aber verdient mit 17:16.

Das dritte Spiel brachte den Auftritt des Gastgebers. Gegner war der HC Empor Rostock. Die inzwischen etwa 100 Zuschauer in der Sport- und Kongresshalle sahen einen kämpfenden GHV. Güstrow eröffnete mit dem 1:0 das Spiel und konnte bis zum 7:8 gut mithalten. Dann setzte sich Rostock langsam aber stetig ab und beendete die Begegnung mit 23:12.

Im folgenden Regionalligaduell zwischen Doberan und Loitz wurde es richtig hitzig auf der Platte. Loitz bestimmte über lange Zeit das Spiel, baute die Führung Tor um Tor aus, verlor aber beim 14.10 offenbar den Faden. Das wussten die Münsterstädter zu nutzen und glichen in den Schlussminuten aus und legten zum 17:16 nach. Ein Strafwurf unmittelbar vor Spielschluss brachte den 17:17 Ausgleich. Loitz sah nicht zufrieden aus, Doberan freute sich umso mehr.

Nun kam es zum Oberligaduell zwischen Berlin und Güstrow. Auch dieses Spiel eröffnete der GHV mit 1:0 und wieder bestimmten die Barlachstädter das Spiel bis zum 6:6. Nun brach, wie schon im ersten Spiel der Rhythmus ab und Berlin konnte die Spielführung an sich reißen. Waren es im ersten Spiel Nowatzki und Förster die die Akzente setzten, verteilten sich die Tore der Güstrower in dieser Partie auf gleich sieben Spieler. An der 14:17-Niederlage änderte das aber nichts.

Der Bundesligist Rostock und die Regionalligamannschaft Doberaner SV haben für den Spielbetrieb eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Das heißt, dass Spieler des HC Empor unter bestimmten Voraussetzungen auch für den Doberaner SV spielen können. Beide Teams kennen sich also sehr genau und das war am Spiel auch zu merken. Bis zum 17:18 war das Spiel vollkommen offen. Verbissen kämpften beide Mannschaften um jeden Ball, was eine Vielzahl von Strafen durch die Schiedsrichter zur Folge hatte. Schlussendlich siegte Rostock mit 21:19 und führte die Tabelle mit 6:0 an.

Auch das dritte Spiel der Gastgeber begann mit einem 1:0 des GHV und dieser legte auch gleich noch zum 2:0 nach. Loitz konnte ausgleichen aber die Barlachstädter wollten sich nicht geschlagen geben und endlich die ersten Punkte einfahren. Es gelang die erneute Führung und beim 10:8 wurden die Seiten gewechselt. Weiter war es der GHV der die Akzente setzte. Nach gut 30 Minuten beim 15:15 durch die Peenestädter legten diese sofort nach und zogen bis zum 22.18 Endstand davon. Auf Güstrower Seite war Rayko Klink mit sieben Treffern erfolgreichster Werfer seiner Mannschaft.

Rostock führte weiterhin unangefochten die Tabelle an. Wenn es einer schaffen konnte diesen Siegeszug zu stoppen dann war es TMBW und so sollte das letzte Spiel des HC Empor gegen eben diese Mannschaft die Entscheidung bringen. TMBW verpasste in der letzten Saison knapp den Aufstieg in die Regionalliga und spielt weiterhin in der BB-Liga Berlin-Brandenburgs. Empor wies den Berlinern aber gleich zu Spielbeginn die Marschrichtung. Über 3:1, 6:2, 9:4 erfolgte bei 13:8 der Halbzeitpfiff und nach dem Seitenwechsel ging es weiter 17:10, 26:14. Beim 31:16 wurden die Berliner erlöst und HC Empor war ungeschlagener Turniersieger.

Vor der letzten Spielrunde stand der Sieger fest, ebenfalls fest stand der fünfte Platz. Von Platz zwei bis vier war noch alles möglich. Daher kämpfte der Doberaner SV verbissen um jeden Ball, konnte sich aber nicht entscheidend absetzten. So gingen Güstrow und Doberan mit einem 5:5 in die Pause und bis zum 10:10 war die Begegnung vollkommen offen. Doberan mobilisierte letzte Reserven und konnte dem GHV den Schneid abkaufen. Mit 18:13 endete das Spiel für den Doberaner SV, aber eine Entscheidung über die Plätze zwei bis vier war immer noch nicht gefallen.

Im letzten Spiel des Tages standen sich TMBW Berlin und Peenetal Loitz gegenüber. Es ging mächtig zur Sache und die Schiedsrichter Bernd Quetschke und Rolf-Dieter Sense aus Neubrandenburg hatten alle Hände voll zu tun. Tempogegenstöße waren die Strafe für Fehler im Angriff. Keiner konnte sich absetzen das Spiel blieb offen und die Führung wechselte ständig. In der 39.Spielminute stand es 19:19. Im folgenden Angriff erzielte TMBW das 20. Tor und sah wie der Sieger aus, aber weit gefehlt. Loitz hatte Anwurf, überwandt die Abwehr der Berliner und erzielte kurz vor dem Schlusspfiff den erneuten Ausgleich.

Der Trainer der Gastgeber haderte nach Ende des Turniers ein wenig mit dem Ergebnis. Bis zum Start der Saison am 12.09. gibt es noch einiges zu tun.

Endstand: 1. HC Empor Rostock, 2. SG TMBW Berlin, 3. HSV Peenetal Loitz, 4. Doberaner SV, 5. Güstrower HV, Bester Spieler Sasa Todosjevic (Rostock), Bester Torhüter Björn Schumann (TMBW), Fair Play-Pokal HC Empor Rostock

GHV: Pötzsch, Lindenau, Langer, Th. Arnold, Förster, Hein, Kallien, Nowatzki, Nuckles, Schmidt, Stölken, Tetzlaff, Klink

 
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner