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Mecklenburg-Cup 2007 – OSPA-Mecklenburg-Cup

Nach den erfolgreichen Turnieren der Güstrower Oberliga-Männer in den Jahren 2005 und 2006 hatten die Verantwortlichen des GHV wieder namhafte Teams aus der Bundes- und Regionalliga zu einem Turnier in die Barlachstadt eingeladen. Neben den "Stammgästen" Stralsunder HV, HC Empor Rostock und HSV Peenetal Loitz (alle zum dritten Mal dabei) folgten der EHV Aue, HSV Insel Usedom und der Doberaner SV der Einladung in die Barlachstadt. Komplettiert wurde das Teilnehmerfeld von den Oberligisten Ahrensburger TSV und SG Bergedorf.

Nach der Eröffnung des Turniers durch Herrn Brunotte (Stadtverwaltung Güstrow), Frau Kalfa (OSPA Rostock) und den Vereinsvorsitzenden Udo Hintze traf der Gastgeber auf den HC Empor Rostock. In der ersten Spielhälfte, es wurden jeweils über 2x 25 Minuten gespielt, konnten die Barlachstädter mithalten, jedoch zeigte sich der Klassenunterschied. Nach dem Seitenwechsel wurde dies mehr als deutlich und so gab der GHV-Trainer Heiko Arnold allen Spielern seines Teams eine Einsatzchance. Es fehlte dem GHV an der Entschlossenheit, Tempo und der nötigen Aggressivität, um gegen den Bundesligisten bestehen zu können. Sicher hatte keiner an einen Sieg der Oberligavertretung gedacht, aber mit 19:34 fiel die Niederlage eindeutig zu hoch aus.

Im zweiten Spiel der Vorrundengruppe A hatte der HC Empor es dann mit dem Ahrensburger TSV zu tun. Empor legte los wie die Feuerwehr und der Regionalligaabsteiger aus Schleswig-Holstein hatte das nachsehen. Nach dem Schlusspfiff hatten sich die Rostocker mit einem 36:19 den ersten Platz in der Finalrunde gesichert.

Mit einem Sieg über Ahrensburg hätten die GHV-Männer in die Runde um Platz 4 bis 6 einziehen können. Das gelang ihnen leider nicht. Zu zaghaft gingen die Güstrower in dieses Spiel. Ahrensburg nutzte seine Chance und zog Tor um Tor davon. Da der Ahrensburger Trainer aber nur über einen kleinen Spielerkader verfügen konnte ließen Mitte der zweiten Halbzeit die Kräfte der Gäste sichtlich nach und Güstrow spielte sich Tor um Tor heran. Zur Überraschung und Verwunderung der Trainer und Zuschauer gaben die Unparteiischen den Führungstreffer zum 18:17 für den GHV aber nicht und so konnte Ahrensburg stattdessen in der Folge wieder die Spielführung übernehmen und gab diese nicht mehr her. Damit war der Gastgeber nicht für die Spiele um Platz vier bis sechs qualifiziert und konnte nun höchstens noch Platz sieben belegen.

In der zweiten Vorrundengruppe hatte es der Stralsunder HV zuerst mit der SG Bergedorf zu tun. Zur Überraschung der nahezu 200 Zuschauer ging der Hamburger Oberligist Bergedorf in Führung und schaffte es die Stralsunder Abwehr immer wieder in Bedrängnis zu bringen. Erst nach dem 12:11 konnte Stralsund endgültig in Führung gehen und diese dann über 20:12 auf 31:16 ausbauen. Zweiter Gegner für die Sundstädter war dann der Doberaner SV. Der Regionalligist präsentierte sich entschlossen, lag aber bereits nach wenigen Minuten deutlich mit 2:6 zurück. Stralsund konnte im Angriff nach belieben agieren und besonders Ivan Nincevic hatte mit sieben Treffern großen Anteil am späteren 26:21-Erfolg des SHV. Damit war der SHV neben Rostock zweiter Finalrundenteilnehmer.

Letztes Spiel dieser Gruppe war die Partie Doberan gegen Bergedorf. Die SG Bergedorf entstand aus einer Kooperation mehrerer Handballabteilungen. Gegenwärtig formt der Trainer aus vielen jungen Spielern eine schlagkräftige Mannschaft. Dies zeigte sich in der ersten Spielhälfte. Bergedorf bestimmte das Spiel und konnte seine knappe Führung (13:12) bis in die Halbzeitpause retten. Dann stellte Doberan aber sein Spiel um und zog nach dem Ausgleich auf 27:18 davon.

Favorit der Gruppe C war zweifelsohne der EHV Aue. Die Erzgebirgler spielen seit 1992 ununterbrochen in der zweiten Bundesliga-Süd. Zwar ging der HSV Insel Usedom zu Beginn der Partie in Führung, hatte aber gegen das Team aus Aue in der Folge keine Chance und unterlag deutlich mit 18:32. Ein bisschen schwerer hatte es Aue mit dem HSV Peenetal Loitz. Der Regionalligist bestimmte zweitweise in der ersten Halbzeit das Spiel und so gingen beide Teams mit einem kappen 11:10 für Aue in der Halbzeitpause. Erst dann besannen sich die Erzgebirgler, rauften sich zusammen und zogen auf 29:20 davon. Damit hatten sich erwartungsgemäß alle drei Bundesligisten für die Finalrunde qualifiziert. Einzige Überraschung war das Scheitern des HSV Usedom, der nur um die Plätze sieben bis neun spielen konnte.

Am zweiten Turniertag trafen die Usedomer zuerst auf die SG Bergedorf. Usedom zeigte sich wieder nervös und unausgeglichen. Viele Fehler verhalfen den Bergedorfern zu einfachen Toren und so siegte Bergedorf zwar knapp aber sicher mit 21:18. Nach einigen deutlichen Worten innerhalb der Mannschaft sahen die Güstrower Zuschauer im nächsten Spiel der Finalrunde 3 einen völlig veränderten GHV. Entschlossen und bestimmt stellten sich besonders Ingmar Rinas, Michael Walz und Thomas Kahl in den Dienst der Mannschaft. Gepaart mit einem fast perfekten Deckungsverhalten und einem ebenso treffsicheren Peter Roloff (acht Treffer) sicherte sich der GHV mit einem 22:9 zwei wichtige Punkte.

Um siebter zu werden mussten die Güstrower aber auch gegen den Regionalligisten Usedom gewinnen. Dank einer hervorhebungsvollen Leistung der beiden Güstrower Torleute André Pötsch und Andreas Köster hielt die knappe aber verdiente Güstrower Führung (18:14) bis zum Schlusspfiff und somit erreichte das Güstrower Team einen guten siebten Platz in diesem sehr gut besetzten Turnier.

In der Finalrunde 2 um die Plätze vier bis sechs traf der Doberaner SV zuerst auf Ahrensburg. Ahrensburg wurde in diesem Spiel vom Verletzungspech verfolgt. Gleich zwei Spieler mussten verletzungsbedingt ausscheiden und so unterlag Ahrensburg mit 17:22. Zum Spiel gegen den HSV Loitz traten die Schleswig-Holsteiner dann in der Folge nicht mehr an und so musste die Begegnung zwischen Doberan und Loitz über die weiteren Platzierungen entscheiden. Loitz begann entschlossen und übernahm die Führung. Die undisziplinierte Spielweise der Vorpommern brachte diesen aber dann drei Verwarnungen und sechs Zeitstrafen ein. Doberan nutzte diese gegnerische Unterzahl zu seinen Gunsten, übernahm die Führung und hielt diese sicher bis zum 22:20-Endstand in seinen Reihen fest.

Mit Spannung erwarteten die etwa 400 Zuschauer, insgesamt kamen am Wochenende etwa 1.000 Handballfans in die Güstrower Sporthalle, die Begegnung der Finalrunde. Zum Auftakt der Spiele um Platz eins traf der HC Empor Rostock auf den Stralsunder HV. Das Spiel war an Spannung nicht zu überbieten und bot einen Vorgeschmack auf die Duelle beider Teams in der kommenden Bundesligasaison. Keiner Mannschaft gelang es sich abzusetzen. Dem sicheren Stralsunder Torschützen Ntinos Chanziavas (acht Treffer) stand der ebenso Torgefährliche Elias Mar Halldorsson vom HC Empor mit sieben Treffern in nichts nach. Am Ende siegte Stralsund glücklich mit 23:22 und legte damit den Grundstein für den späteren Turniersieg.

Da der EHV Aue dem HC Empor mit 19:24 unterlag, war vor dem letzten Spiel zwischen Stralsund und Aue der Kampf um Platz eins noch nicht entschieden. Stralsund musste unbedingt gewinnen, ansonsten hätte selbst Aue noch Turniersieger werden können. Nach der knappen Finalniederlage der Stralsunder gegen das Team von Ystads IF HF (Schweden) im Vorjahr wollten sich die Sundstädter bei der dritten Auflage des Turniers den Sieg aber nicht nehmen lassen. Bestimmt und souverän trat das Team von Trainer Holger Schneider gegen den EHV auf und schaffte es immer wieder schnelle und sichere Tore zu erzielen. Mit 20:15 für den SHV endete diese Partie und Stralsund stand vor Rostock und Aue als Turniersieger des 3. OSPA-Mecklenburg-Cups fest.

Bei der abschließenden Siegerehrung übergaben Frau Kalfa vom Turniersponsor Ostseesparkasse und Vereinsvorsitzender Udo Hintze die von dc-Teamsport Nord und der Stadtverwaltung Güstrow gestifteten Pokale. Zum besten Spieler des Turniers wählten die Trainer, Schiedsrichter und Wettkampfleiter Nicolai Hansen vom HC Empor Rostock. Bester Torhüter wurde mit Andreas Köster ein Barlachstädter. Mit 28 Treffern wurde Elias Mar Halldorsson erfolgreichster Torschütze. Traditionell wird beim Mecklenburg-Cup auch die fairste Mannschaft geehrt. Diese Ehrenurkunde ging an den Doberaner SV.

Der Trainer des Güstrower HV, Heiko Arnold, zeigte sich nach dem Turnier zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Die gestellten Vorgaben wurden besonders in den beiden Sonntagsspielen erfüllt, jedoch fehlt es der Mannschaft noch an dem nötigen Spielwitz, um auch kritische und hektische Situationen und Phasen überstehen zu können. Daran gilt es bis zum Saisonstart am 16. September noch zu arbeiten.

Samstag, 18. August, Gruppenspiele
HC Empor Rostock – Güstrower HV 34:19
SG Bergedorf – Stralsunder HV 16:31
Ahrensburger TSV – HC Empor Rostock 19:36
HSV Insel Usedom – EHV Aue 18:32
Stralsunder HV – Bad Doberaner SV 26:21
Güstrower HV – Ahrensburger TSV 21:24
HSV Peenetal Loitz – HSV Insel Usedom 29:27
Bad Doberaner SV – SG Bergedorf 27:18
EHV Aue – HSV Peenetal Loitz 29:20

Sonntag, 19. August, Endspiele
SG Bergedorf – HSV Insel Usedom 21:18
Bad Doberaner SV – Ahrensburger TSV 22:17
Güstrower HV – SG Bergedorf 22:9
HC Empor Rostock – Stralsunder HV 22:23
HSV Insel Usedom – Güstrower HV 14:18
EHV Aue – HC Empor Rostock 19:24
HSV Peenetal Loitz – Bad Doberaner SV 20:22
Stralsunder HV – EHV Aue 20:15

Endstand
1. Stralsunder HV
2. HC Empor Rostock
3. EHV Aue
4. Bad Doberaner SV
5. HSV Peenetal Loitz
6. Ahrensburger TSV
7. Güstrower HV
8. SG Bergedorf
9. HSV Insel Usedom

Bester Spieler: Nicolai Hansen (HC Empor Rostock)

Bester Torwart: Andreas Köster (Güstrower HV)

Bester Torschütze: Elias Mar Halldorsson (HC Empor Rostock) 28 Treffer

Fairste Mannschaft: Bad Doberaner SV

 
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