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Mecklenburg-Cup 2006 – Volkswagen-Cup

Nach einer zünftigen Eröffnung mit dem Einmarsch der am Turnier beteiligten Mannschaften fanden auf zwei Feldern in der rekonstruierten Sporthalle der Barlachstadt die Spiele in den Vorrunden statt.

Im ersten Spiel der Gruppe 1 traf der Gastgeber auf die Nationalmannschaft Kanadas. Nach vierzig Spielminuten war die Überraschung perfekt und der Gastgeber bezwang das Kanadische Nationalteam mit 21:19 und verbuchte die ersten Punkte auf seinem Konto.

Parallel fand in Halle zwei das Spiel zwischen dem Stralsunder HV (2. Bundesliga) und dem Doberaner SV (Regionalliga Nordost) statt. Die Stralsunder legten los wie die Feuerwehr und mit dem Schlusspfiff stand es 17:15 für den Stralsunder HV. Nächster Gegner des Stralsunder HV war die Auswahl Kanadas. Auch diesmal hatten die Gäste aus Nordamerika nicht den Hauch einer Chance. Stralsund legte vor und beendete mit einem 26:16 diese Partie.

Die Begegnung zwischen dem GHV und dem Doberaner SV war in den ersten Minuten von einer grandiosen Leistung der beiden Torleute geprägt. Der GHV mühte sich redlich und unterlag mit 15:21. Letzter Vorrundengegner des GHV war der Stralsunder HV. Die Stralsunder nutzten ihre Erfahrung aus der Bundesliga, sicherten mit platzierten Treffern ein 20:17 und zogen als Staffelsieger in die Zwischenrunde ein. Güstrow wurde Dritter hinter Bad Doberan und vor dem Kanadischen Nationalteam.

Schnell, hart und Torreich, das waren die Stichworte für die Vorrundenspiele der Staffel 2. Im ersten Spiel hatte der HC Empor Rostock mit dem HSV Peenetal Loitz ein leichtes Spiel. Zur Freude der mitgereisten Empor-Fans endete das Spiel mit einem deutlichen 22:10-Sieg für die Hansestädter. Die Partie zwischen dem schwedischen Erstligisten Ystads IF HF und dem fränkischen Regionalligisten VfB 1861 Forchheim fiel auf Grund von Problemen bei der Anreise der Mannschaften aus und Forchheim verzichtete zu Gunsten von Ystad auf die Nachholung des Spiels.

Zu Beginn der zweiten Spielrunde trafen die Schweden auf Rostock. Einer anfänglichen Ystadter Führung folgten der Ausgleich und die anschließende Führung des HC Empor. Es gelang den Rostockern aber nicht, sich zu behaupten und so gewann Ystad mit 20:19. Im Spiel gegen den HSV Peenetal Loitz zog Ystad bereits vom Anpfiff weg sein überaus schnelles Konterspiel auf. Auf Loitzer Seite waren Lars Effenberger und Jan Dethloff die erfolgreichsten Torschützen in diesem Spiel, doch die 34:22-Niederlage konnten auch sie nicht verhindern.

Emotionsgeladen war das Regionalligaduell zwischen Loitz und VfB 1861 Forchheim. Schließlich gelang es den Loitzern die Spielführung an sich zu reißen und sich Tor um Tor abzusetzen (26:21). Der HC Empor Rostock traf im letzten Vorrundenspiel dieses ersten Turniertages auf Forchheim. Rostock eröffnete zwar den Torreigen und legte auch zum 3:0 vor, konnte die Partie aber nur mit 22:20 gewinnen und wurden hinter Ystad zweiter der Vorrunde vor Loitz und Forchheim.

Am frühen Sonntagvormittag fand zwischen Güstrow und Forchheim das erste Spiel der Zwischenrunde statt. Man sah in dieser Begegnung den Klassenunterschied zwischen der Ober- und der Regionalliga. Das Spiel endete mit einem 27:18-Sieg der Forchheimer und der Gastgeber stand somit, wie im Vorjahr, im Spiel um Platz sieben.

Das Zwischenrundenspiel der Kanadischen Nationalmannschaft und des HSV Loitz entwickelte sich zu einem Krimi. Mitte der zweiten Halbzeit hatte sich aber Loitz wieder gefangen, konnten ausgleichen und die Führung übernehmen. Letztlich siegte der HSV Loitz mit 17:16 und sicherte sich somit den Einzug ins Spiel um Platz fünf.

Stralsunder HV und HC Empor Rostock hießen die Kontrahenten des ersten Halbfinales. Empor zieht mit einem verdienten 19:15 ins Finale ein und Stralsund steht wie im Vorjahr wieder im Spiel um Platz drei.

Im zweiten Halbfinale standen sich der schwedische Erstligist Ystads IF HF und der Doberaner SV gegenüber. Doberan wirkte überrascht und der Vorjahressieger wurde seiner Favoritenrolle gerecht. In altbekannter Weise sicherte sich Ystadt mit einem 20:11 den Einzug ins Finale.

Nach dem Ende der Halbfinalbegegnungen kam es vor nun gut 250 Zuschauern zum erneuten aufeinander treffen des Gastgebers und der Kanadischen Nationalmannschaft. Man merkte von Beginn an, dass die Kanadier dem Oberligisten nicht noch einmal unterliegen wollten. Mit einer 8:7-Führung für die Kanadischen Gäste gingen beide Teams in die Pause. Mit hohem Einsatz erkämpften sich die Güstrower den Ausgleich und gingen sogar in Führung. Mit der folgenden Manndeckung der Kanadier kam der GHV aber überhaupt nicht zurecht. Kanada kam Tor um Tor heran und zwei Sekunden vor Ende der Partie erzielten die Nordamerikaner den 19:19-Ausgleich. Nach den Turnierregeln folgte nun ein Sieben-Meterwerfen, aus dem die Gäste als Sieger hervor gingen.

Ruhiger und ausgeglichener ging es im Spiel der Regionalligisten um Platz fünf zu. Der VfB 1861 Forchheim stand dem HSV Peenetal Loitz gegenüber. Forchheim bestimmte das Spiel und gab mit konzentrierten Aktionen den Ton an (18:16).

Im Spiel um Platz drei standen sich der Stralsunder HV und der Doberaner SV gegenüber. Der SHV zog routiniert sein Spiel auf. Dem 9:4-Halbzeitstand für Stralsund ließ der SHV einen 22:12-Endstand folgen und wurde wie im Vorjahr dritter des Mecklenburg-Cups.

Im Finale standen sich der HC Empor Rostock und Ystad IF HF gegenüber. Ystad setzte alles daran seinen Vorjahreserfolg zu wiederholen. Zwar eröffnete Empor mit dem 1:0 das Spiel, aber Ystad konnte umgehend ausgleichen und die Führung übernehmen und zog bis zum 18:23-Endstand davon.

Die Siegerehrung wurde im Anschluss an das Finale von Georg Jaunich (1980 Olympiasieger im Handball mit der DDR-Nationalmannschaft und heute Trainer beim SV Post Telekom Schwerin) und dem Güstrower Bürgermeister Arne Schuldt vorgenommen.

 
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