06.01.2018: GHV I – TSG Wismar 28:22 (Pokal)

Mit richtiger Taktik eine Runde weiter

Das erste Spiel des Jahres 2018 für die Männer des Güstrower HV war das Spiel gegen den  Ligakontrahenten TSG Wismar in der dritten Runde des HVMV-Landespokals. Die Wismaraner starteten im Pokal zunächst mit einem Freilos und sollten in der darauf folgenden Runde auf die zweite Vertretung der Mecklenburger Stiere treffen. Da die Schweriner zu diesem Spiel nicht antraten, zog die TSG ohne Spiel in die nächste Pokalrunde ein. Für die Güstrower, in der ersten Runde ebenfalls ein Freilos, hieß der Gegner in Runde zwei Doberaner SV II. Mit einem Sieg in der Münsterstadt qualifizierte sich das GHV-team für die nun anstehende Partie gegen die Wismaraner. Mit den Gästen aus Wismar stand ein „harter Brocken“ auf der Gegenseite. Das absolvierte Punktspiel in der Hinrunde der MV-Liga zeigte bereits, dass die Männer um Trainer Sven Hünerbein eine sehr gut eingespielte Truppe sind, die zudem auch personell über sehr gut ausgebildete Spieler verfügt. Aber wie immer beginnt das Spiel bei „Null“ und nach 60 Minuten Spielzeit wird abgerechnet.

Mit dem ersten Tor von Till Mallach eröffneten die Hausherren den Torreigen und auch Treffer zwei versenkte Pascal Burke im Tor der Gäste. Wismar fand nicht den richtigen Draht um erfolgreich abzuschließen. In der fünften Spielminute dann endlich auch ein Tor für Wismar, verwandelt vom ehemaligen Güstrower Handballer Florian Maske. Dieser ist ein in der Barlachstadt ausgebildeter Linkshänder, den es im Erwachsenenbereich in die Ferne verschlug und der in den vergangenen Jahren häufig in gegnerischen Teams auf die GHV Männer traf. Unbeeindruckt setzten die Hausherren ihre Strategie fort und konnten auf 6:2 enteilen und zwangen so Trainer Hünerbein zu einer frühen Auszeit, um seine Männer wach zu rütteln. Leider ohne den, für die Gäste, gewünschten durchschlagenden Erfolg. Mit dem taktischen Mittel, die beiden Halben, Till Mallach und Tim Dethloff unter persönliche Bewachung zu stellen und damit den Torfluss zu stoppen, versuchten die Gäste das Spielgeschehen zu drehen. Aber auch das fruchtete nicht. Die Güstrower Männer zogen ihre Bahnen und leisteten sich nur minimale Fehler. Die Abwehrreihe stand sicher und im Angriff konnte Tor um Tor erzielt werden. So wuchs der Abstand auf 13:9 an, bevor beide Teams sich in die Halbzeitpause verabschiedeten.

Durchgang zwei startete mit Ballbesitz für die Heimsieben, die zum 14:9 erhöhten. Die Spielweise der Gäste wurde zunehmend robuster und die Schiedsrichter entschieden ein ums andere Mal auf 7 Meter. Auch diese Strafwürfe konnten sicher verwandelt werden und ließen den Abstand weiter wachsen. Die Abwehr der TSG versuchte es weiterhin mit persönlichen Manndeckung der beiden Güstrower Halben. Wie lange konnten die verbleibenden vier Angreifer diese Spielweise durchhalten und erfolgreich sein? Angetrieben vom erfahrenen Paul Golatowski spielten die Jüngsten, wie Tom Golatowski und Moritz Langer geduldig und suchten die sich bietenden Lücken in der Abwehr der Gäste. Es lief aber anscheinend zu glatt für die Gastgeber. Fehler und kleine Unsicherheiten schlichen sich ein und Die TSG konnte so etwas für ihr Torkonto tun. Nach und nach holte die TSG auf und in der 48. Minute konnten die Gäste ausgleichen (19:19). Sollte sich die bisherige Mühe nun doch nicht gelohnt haben? Der GHV-Coach stellte die Abwehr um und konnte so auch die Manngedeckten wieder ins Spiel einbinden. Erfolgreich netzte Tim Dethloff den 20. Ball im Gästegehäuse ein und die beiden nachfolgenden Strafwüfe verwandelte er ebenfalls souverän. Nun wieder mit drei Toren vorn zu liegend brachte die notwendige Sicherheit ins GHV-Spiel zurück. Auf Seite der TSG jedoch stieg die Nervosität, da nur noch knapp sechs Spielminuten zu Verfügung standen, um das Spielgeschehen zu drehen. Wismar traf und verkürzte erneut. Güstrow musste auf der Hut sein. Fehler wurden vom Gegner und den Unparteiischen konsequent bestraft und so konnte erneut Tim Dethloff vom Punkt den drei Tore Abstand wieder herstellen. Güstrow setzte die Gäste unter Druck. Tom Golatowski erhöhte auf 24:20, bevor dann Treffer 21 zu Gunsten der TSG durch die Hände von GHV-Keeper Mayer flutschte. Ein weiterer verwandelter Strafwurf ließ die Güstrower auf die Siegstraße einbiegen. Die verbleibenden zwei Minuten gestatteten den Gästen zwar noch einen Treffer, der jedoch das Ergebnis nicht mehr großartig verändern konnte. Mit 28:22 verdiente sich die Heimsieben den Einzug in die nächste Pokalrunde Dank einer gut ausgeklügelten Taktik und einer geschlossenen Mannschaftsleistung gegen starke Wismaraner.

In der nächsten Pokalrunde trifft der GHV auf die Männer vom TSV Bützow, die sich gegen den Schwaaner SV erfolgreich qualifizierten. Es wird ein Derby erwartet, welches sicher wieder viel Spannung verspricht. Der GHV möchte sich mit einem Sieg für das Final Four 2018 qualifizieren, welches am ersten Aprilwochenende in der Güstrower Sport- und Kongresshalle stattfinden wird.

GHV: Oliver Mayer, Peter Ritzrau, Felix Meyer, Clemens Golatowski, Pascal Burke (4), Paul Golatowski (2), Thomas Kahl (1), Tom Golatowski (5), Lukas Dombrowski, Till Mallach (5), Tim Dethloff (9), Moritz Langer (2), Johannes Karl

 
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner