04.03.2012: Güstrower HV III – SV Blau-Weiß Grevesmühlen 14:23

Wenn die Lust flöten geht, kann die Moral auch keinen Blumentopf mehr gewinnen

Nach dem deutlichen aber glanzlosen Sieg am letzten Wochenende gegen die mit sechs Spielern in Unterzahl angetreten Ludwigsluster, stand nun mit SV Blau-Weiß Grevesmühlen der nächste Gegner auf heimischen Parkett an. Beide Mannschaften waren arg dezimiert, die Gäste mit nur einem, der GHV mit zwei Auswechselspielern. Für Co-Trainer Armin Schröder stellte die gänzlich fehlende halblinke Position die größte Schwierigkeit da. Kreisspieler Froriep sollte diesen Part übernehmen, Lindenau und Ahrendt teilten sich die Position am Kreis.

Von Beginn an waren die Gäste die aggressivere Mannschaft auf dem Feld, bereits nach 30 Sekunden verwandelt Schneider den ersten Strafwurf für den GHV. Dann folgten drei zähe Spielminuten, in denen auf beiden Seiten keine Treffer fielen. Erst Tetzlaff konnte nach einem Konter auf 2:0 erhöhen. Anschlusstreffer für Grevesmühlen, gleich darauf der Ausgleich. Haderte O. Schröder im letzten Spiel mit der Torgröße an sich, war es heute die Schuhgröße. Zwei Treffer in Folge wurden als übertreten abgepfiffen. In der 11. Spielminute erzielte Lohse das 4:3 und per Strafwurf auch das 5:3, gegeben nach einem Foul an Schneider. Blau-Weiß blieb dran und übernahm nach einem erneuten Strafwurf die Führung 4:5. Irgendetwas lief hier noch nicht so richtig in den GHV-Reihen! Schneider erzielte den Anschlußtreffer, 6:7 und bekam gleich darauf die Chance, per Strafwurf den Ausgleich zu schaffen. Latte! Wieder Strafwurf, Lohse geht an den Punkt – gehalten! Im Gegenzug fällt das 6:9. Wieder Strafwurf, noch einmal Schneider – gehalten! Das ist doch….also wirklich! Spielfluß kam heute nicht zustande, die Abwehr muss versuchen, den Grevesmühlener Angriff zu stören und mit Konterläufen Tore zu erzielen. Aber auch die Gäste waren schnell. Vier Minuten vor der Pause setzt Tetzlaff einen Strafwurf an den Pfosten, Schneider kann den Folgenden verwandeln. O. Schröder muss nach einem Foul für zwei Minuten auf die Bank, aber Mylius kann den Strafwurf der Gäste parieren und gibt somit seiner Mannschaft eventuell den nötigen Rückhalt für die zweite Spielhälfte (9:12).

„Der Ball muss ins Tor, alles andere ist Kokolores!“ (Otto Rehagel): Frorieps Heber – an den Pfosten, Schneiders Strafwurf – gehalten, Tetzlaffs Konter – gehalten. Fazit: 9:17 in der vierzigsten Minute. Die Gäste obenauf, das hätten sie sich nicht träumen lassen. Doch dann! Rote Karte für einen Grevesmühlener Spieler nach der dritten Zeitstrafe. Der Spielertrainer der Gäste muss ins Spiel und noch achtzehn Minuten zu spielen. Könnte das die Chance für die Güstrower sein, das Blatt noch zu wenden? Nö, heut ging hier gar nichts. Insgesamt acht vergebene Strafwürfe und noch etliche ausgelassene Chancen, ein hervorragend aufgelegter Gästetorwart ließen den GHV III dieses Mal doch ziemlich erbärmlich aussehen, trotz dünner Personaldecke. Endergebnis 14:23! „Mal verliert man, mal gewinnen die anderen!“ (Otto Rehagel)

GHV: Maack, Mylius, O.Schröder, Lohse (3), Lindenau, Ahrendt, Schneider (6), A. Schröder, Froriep (1), Tetzlaff (4)

 
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