09.10.2011: PSVH Ludwigslust – Güstrower HV III 26:31

3.Männer seit vierzig Spielen ohne Niederlage 

Am 09.Oktober 1955 fand die erste öffentliche Ziehung der Lottozahlen in Hamburg statt, 56 Jahre später würde sich die 3. Männermannschaft des GHV nicht auf das Glück des Zufalls verlassen können. An diesem kalten, sonnigen Sonntagvormittag mussten die Güstrower Mannen sich den deutlich jüngeren Spielern des PSVH Ludwigslust stellen. Mit nur einem Auswechselspieler auf der Güstrower Bank, ging der GHV durch Eickhoff in Führung. Frisch auf, der Tag ist jung – nach diesem Motto stürmten die Gäste voran zur 0:3Führung. Auch wenn der Gastgeber zur Zeit auf dem letzten Tabellenplatz rangiert, wissen sie doch die Abspielfehler der Barlachstädter zu nutzen und schließen schnell zum 3:4 auf. Der agile O. Schröder hält seine Mannschaft im Spiel und Severin erhöht, nach Foulspiel an Schneider, per Strafwurf auf 3:6. Doch der GHV macht sich weiterhin das Leben schwer. Erneut schaffen die Ludwigsluster den 6:7 Anschlusstreffer. Schröder erkennt rechtzeitig die Chance, läuft von rechts außen ein, nutzt die Lücke in der gegnerischen Deckung – 6:8. Etwas schwieriger gestaltet sich das Zusammenspiel von Lohse und Severin, doch Lohse erzielt das neunte Tor für den GHV. Die folgenden zwei Tore gehen auf das Konto von Eickhoff, aber entscheidend absetzen können sich die Güstrower nicht.

Achtzehnte Spielminute, Strafwurf für den Gastgeber, Ulrich kommt für Maack ins GHV Tor und: pariert. Während Maack in den ersten Spielminuten durch zahlreiche Glanzparaden seiner Mannschaft den nötigen Halt brachte, knüpfte Ulrich nahtlos an diese Leistung an. Beide GHV-Torhüter waren am heutigen Spieltag sehr souverän und konstant in ihren Aktionen. Die Unstetigkeit der Leistungen auf dem Spielfeld ließen GHV-Trainer B. Wenzel und A. Schröder beim Stand von 10:11 eine Auszeit nehmen. Motiviert kamen die Spieler wieder auf die Platte, Schneider traf nach schönem Rückhandanspiel von Severin zum 10:15, während sich die Ludwigsluster die Zähne an Ulrich ausbissen. Lohse erzielt das letzte Tor vor dem Pausenpfiff – 12:16.

Der Vorgabe der GHV-Trainer, weiterhin konsequent die 6/0 Deckung einzuhalten, kam die Mannschaft nach, doch um die Angriffsarbeit zu verbessern und die vielen technischen Fehler zu unterbinden, hätten sie wohl einen ähnlichen Trick gebraucht wie die Franzosen, die am 9.Oktober 1870 zum ersten Mal Mitteilungen per Taubenpost im deutsch-französischen Krieg nach Paris schickten (Pariser Ballonpost). Doch auch der Gastgeber litt an dieser „Krankheit“. Sehr schnell im Spiel nach vorne scheiterten sie entweder an den GHV-Keepern oder an sich selbst in Form von Zuspielfehlern. Der GHV schaffte es, meist anhand von Einzelaktionen, den Gegner auf Abstand zu halten. Acht Minuten vor dem Schlusspfiff hatten sie einen relativ sicheren 7-Tore Vorsprung erreicht und ließen sich bis zum Spielende nicht mehr aus der Ruhe bringen, Endstand 26:31.

Erwähnenswert neben den beiden Torleuten sind u.a. die Leistungen von O. Schröder und Schneider, die sich oft couragiert durchsetzen konnten. 40 Punktspiele ungeschlagen können sich die Männer der 3. Mannschaft des GHV in ihre Annalen schreiben. Ist ja auch schon was!

GHV: Maack, Ulrich, O. Schröder (5), Jokisch (2), Lohse (5), Eickhoff (6), Schneider (6), Severin (5), Tetzlaff (2)

 
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