03.04.2011: SV Blau-Weiß Grevesmühlen – Güstrower HV III 22:26

3.Männer des GHV erneut Kreismeister

Nachdem das letzte Heimspiel am 26.03.2011 ausgefallen war, Ludwigslust war nicht angereist, eine Entscheidung über die Spielwertung steht noch aus, ging die Reise nun zum letzten Auswärtsspiel am 03.April nach Grevesmühlen.

Nicht nur, dass beide Städte um 1226 gegründet wurden, sie gehören auch zu den 18 Mittelzentren Mecklenburg-Vorpommerns und beide Mannschaften präsentierten sich in den bisherigen Aufeinandertreffen als ebenbürtige Gegner. Es könnte heute noch einmal haarig werden. Kreismeister waren die Barlachstädter ja schon, aber würden sie auch, wie schon in der vorherigen Saison, die weiße Weste behalten können, sprich ohne einen Minuspunkt die Saison beenden?

Dem letzten Punktspiel konnten Severin, Lindenau, Klink, Mylius, Ahrendt, Froriep, Wohlgemuth und Co-Trainer A.Schröder aus verletzungs- oder berufsbedingten Gründen leider nicht beiwohnen. Demzufolge mußte ein Plan her, ähnlich wie der Marshallplan, der just an diesem Sonntag seinen 63.Geburtstag feierte. Hoffentlich nicht, um die Mannschaft nach einer Niederlage wieder aufzubauen!

Die Gastgeber von Beginn an in Ballbesitz, aber ohne Torerfolg, der darauffolgende Konter von Lohse blieb auch erfolglos. Im zweiten Angriff fand ein Anspiel vom Linksaußen Tetzlaff in Kreisspieler Eickhoff einen dankbaren Abnehmer, 0:1. Grevesmühlen glich aus, dann Knütter, heute halbrechter Rückraumspieler, brachte seinen GHV mit einer sehenswerten eins-gegen-eins Täuschung wieder in Front. Eickhoff hämmerte einen Freiwurf direkt ins gegnerische Tor und konnte sich danach zum zweiten Mal im Abwehrblock erfolgreich beweisen. Den daraus resultierenden Konter verwandelte Tetzlaff zum 2:4 und auch das 2:5 fiel in gleicher Weise vom gleichen Mann. Knütter konnte seinen schnellen Angriff nicht im Grevesmühlener Tor unterbringen, er wurde unsanft gefoult. Leider ging der Strafwurf an den Pfosten. Nach drei torlosen Spielminuten erzielte Lohse das 2:6, Eickhoff per Konter das 2:7. Auf der anderen Seite bekam dieses Mal der Gastgeber einen Siebenmeter zugesprochen, den Maack mit dem Fuß abwehren konnte. Besser wär gewesen, der Ball hätte sich auf die gleiche Umlaufbahn begeben, wie am 03.April 1966 die sowjetische Raumsonde Luna 10, der erste Satellit, der um den Mond kreiste. So aber kam er direkt zum Gegner, dem das 3:7 gelang. Schneider verwandelte einen Strafwurf zum 3:8, dann ließ die GHV-Abwehr merklich nach. Während die Güstrower versuchten, ihr schnelles Angriffsspiel durchzuziehen, witterten die Grevesmühlener ihre Chance. Tor um Tor kämpften sie sich heran, während der GHV viele Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen, ausließ. Der letzte Wurf von Lohse kurz vor Halbzeitende wurde von der Grevesmühlener Abwehr abgefälscht, keine Chance für den Torwart. Pausenstand 10:15, hier war noch nichts entschieden!

Jetzt hatte der GHV nach Wiederanpfiff zwar den Ball, aber das erste Tor gelang den Blau-Weißen. Der GHV tat sich schwer, das flüssige, schnelle Angriffsspiel aus der ersten Hälfte schien verloren gegangen zu sein. Andererseits hatte sich der Gastgeber aber auch besser darauf eingestellt und wollte es dem Kreismeister so schwer wie möglich machen. Vor 144 Jahren hatte das Trauerspiel „Des Meeres und der Liebe Wellen“ von Franz Grillparzer am 03.04. am Wiener Burgtheater seine Uraufführung, das des Güstrower HV 15 km südlich der Ostseewellen. Ein unkonzentrierter Angriff der Grevesmühlener und ein gut aufgelegter Maack im GHV-Tor verhinderten Schlimmeres. In der fünfzigsten Spielminute betrug der Vorsprung der Gäste nur noch vier Tore. Eickhoff mußte für zwei Minuten auf die Bank, Strafwurf für Grevesmühlen – 19:22. Lohse erhöhte auf 19:23. Wieder Strafwurf für die Gastgeber 20:23. Schneider sieht die Lücke, Tor. Doch auch für den Gegner. Ein Motor, so wie der Standuhrmotor, der das erste Motorrad mit Benzinmotor antrieb, für den Gottlieb Daimler am 03.April 1885 das Patent erhielt, wäre jetzt der richtige Antrieb für den GHV. Schneider kann den Ball der Grevesmühlener abfangen, sieht Knütter, der verwandelt zum 21:25. Ein Tor sei auch dem GHV-Torwart Maack vergönnt. Er vollzog den folgenden Strafwurf, aber der gegnerische Torpfosten hatte etwas dagegen. Das letzte Tor für den GHV III in der Saison 2010/2011 erzielte Tetzlaff zum 22:26 Sieg und somit zur zweiten Kreismeisterschaft ohne einen Minuspunkt!

Glückwunsch III. Männermannschaft des GHV!

GHV: Maack, Bock, O.Schröder, Brasch (1), Knütter (3), Schneider (4), Jokisch, Eickhoff (5), Lohse (8), Schlawien, Tetzlaff (5)

 
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