19.03.2011: Güstrower HV III – ESV 48 Hagenow II 31:26

Tabellenletzter Hagenow macht dem Ersten GHVI II das Leben schwer

„Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte…“ diese Zeilen aus dem Mörike-Gedicht kamen einem in den Sinn, als bei herrlichem Sonnenschein, draußen, die III.Männermannschaft des GHV in ihren blauen Trikots in fröhlich, lockerer Stimmung ihren Gegner den ESV 48 Hagenow II in heimischer Halle empfing.

„Frisch auf drum, frisch auf drum im hellen Sonnenstrahl! Wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal!“ (E.Geibel) O.Schröder machte es mit einem schnellen Konter vor, Severin erhöhte auf 2:1 und wenn sich Lohse keine Anspielstation bietet, geht er halt alleine durch die Hagenower Abwehr – 3:1für den GHV. In den folgenden zehn Spielminuten hatte der GHV das unverschämte Glück, dass die Gäste ihre Chancen nicht nutzen konnten. Immer noch übermütig beschwingt, nahmen die Güstrower ein ums andere Mal den Ball aus dem Hagenower Angriff und leiteten so ihre schnellen Tempogegenstöße ein. Das 7:2 erzielte Kruse per verwandelten Strafwurf, Schneider fehlte krankheitsbedingt. Eickhoff schaltete schnell nach einem regelwidrigem Fußanspiel der Hagenower, schnappte sich den Ball und passte auf den nach vorne sprintenden Tetzlaff. Danach Beispiele aus Standarts, Eickhoff per Freiwurf an der Neunmeterlinie zum 9:2, Lohse im Mann-gegen-Mann zum 10:2. „Leise zieht durch mein Gemüt liebliches Geläute…“ (H.Heine) wird vielleicht A.Schröder, heute alleinverantwortlicher Trainer vor sich hin gesummt haben, das lässt sich gut anschauen. Den darauffolgenden Konter hämmert Eickhoff quasi ins gegnerische Tor, dann Konter Brasch und wieder Eickhoff, aber dieses Mal per allseits beliebten Übern-Kopf-Dreher. Während nun die GHV-Abwehr ziemlich nachlässig wurde, wachten die Gäste auf. Nahmen ihrerseits den Güstrowern so manche Torchance weg und kämpften sich bis zur Halbzeitpause auf 18:10 heran.

„O, wie ist es kalt geworden. Und so traurig öd und leer! Rauhe Winde weh`n vom Norden Und die Sonne scheint nicht mehr! ...“ (Hoffmann v.Fallersleben) Die Überschrift für die zweite Spielhälfte? Hatte der GHV die Beschwingtheit in der Kabine gelassen? Ein zäher Faden zog sich durch das Güstrower Angriffsspiel. Fünf Minuten gespielt, 21:15. Obacht GHV! Severin hatte heute einen schweren Stand, zu genau sollten seine Würfe sein, viele Latten- und Pfostenknaller. Er gab aber nicht auf, den folgenden Freiwurf setzte er über die Hagenower Mauer und deren Torwart, 24:16. Danach folgten schwere, torlose fünf Spielminuten für den GHV und seine Fans, der ESV verkürzte auf 25:20. Die Güstrower Bank warf die grüne Karte und bekam demzufolge eine Auszeit. Höchste Eisenbahn! Konter O.Schröder und gleich noch einmal – 27:23. Den folgenden Strafwurf kann Tetzlaff verwandeln und als kleines Schmankerl für die Zuschauer, nach einem schnellen Angriff zusammen mit Lohse und Eickhoff, einen  verdeckten Rückhandwurf.  Den  letzten Treffer für die Güstrower wummerte Eickhoff sicherheitshalber ins Hagenower Tor – 31:26 Endstand. Gute Besserung für Mylius, der in dieser Saison aus gesundheitlichen Gründen seiner Mannschaft leider nicht mehr zur Verfügung stehen kann.

Motto für die letzten beiden Punktspiele der Saison: Lass dich nicht von der Sonne blenden, kann Manches sonst gar böse enden!

GHV: Maack, Wohlgemuth, O.Schröder (3), Ahrendt (1), Lohse (8), Kruse (1), Froriep (1), Lindenau, Eickhoff (5), Severin (4), Brasch (2), Tetzlaff (6)

 
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