12.03.2011: Plauer SV II – Güstrower HV III 32:35

18:15 ab Paddingt… äh in Plau

Plau – ein schönes kleines Städchen umgeben von reiner Natur, am Wasser gelegen, die Elde fließt ruhig mitten durch die Stadt. Doch diese Ruhe ist gar trügerisch. Ein spannender Vergleich steht bevor. Die 2.Männermannschaft des Plauer SV erwartet ihren Gegner, die 3.Männer des GHV. Der derzeitige Tabellensechste, allerdings mit drei Spielen weniger, hegt große Ambitionen, dem Spitzenreiter die ersten Minuspunkte zu verpassen. Die Spannung lässt die Luft in der Sporthalle auf dem Klüschenberg förmlich vibrieren.

Ein Schaudern geht über die mitgereisten Fans  – würde es heute ein Debakel geben? Nichts dergleichen ist bei der Mannschaft zu spüren, allerdings dauert es geschlagene drei Minuten bevor Klink zum ersten Mal in diesem Spiel den Ball im Plauer Tor zappeln lässt. Plau gleicht aus, Froriep, nach Anspiel von Lohse, hebt den Ball per verzögerten Dreher über den Plauer Schlussmann. Der GHV kann zwar immer wieder in Führung gehen, aber der Gegner gibt nicht auf. Zum ersten Mal gelingt dem GHV nach Toren von Klink, Tetzlaff und Schneider mit 4:7, sich ein kleines Polster zu schaffen. Plau nimmt eine Auszeit. Danach geht es kampfbetonter zu. Etliche kleine Nicklichkeiten von den Gastgebern erschweren das Güstrower Angriffsspiel und vergiften die Atmosphäre. Leider lassen die Güstrower sich ebenso hinreißen, das kann hier heute noch haarig werden. Drei Tore in Folge von Lohse, aber die Gäste können sich einfach nicht davon machen. 17.Minute – 9:10, Plau bleibt dran. Klink und wiederum der unermüdliche Lohse verschaffen ihrer Mannschaft beim 12:15 fünf Minuten vor der Pause etwas Luft. In die Pause gehen beide Mannschaften beim Stand von 15:17. Zeit zum durchatmen bei Spielern und Zuschauern.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischen die Eldestädter. Schneider verwirft einen Strafwurf und prompt der 17:17 Ausgleich. Dass er es besser kann, beweist Schneider in den drei darauffolgenden Strafwürfen, diesen Hattrick nur Brasch beim 19:21 unterbricht. Nach der Zeit der Strafwürfe folgt die Zeit der Zeitstrafen, eine der beiden Mannschaften ist für den Rest der Spielzeit immer in Unterzahl.  Es läuft einfach nicht beim GHV. Trainer Wenzel nimmt nach 15 Minuten in der zweiten Halbzeit eine Auszeit. Zu viele Emotionen in der Luft, die Unruhe ins Güstrower Spiel brachten. Die Plauer witterten die Sensation. Besonders, als ihnen zehn Minuten vor Schluss der 29:29 Ausgleich gelang. Knütter brachte seine Mannschaft wieder nach vorn, musste aber gleich darauf nach einem Foul das Feld für zwei Minuten verlassen. Bitter für die Gäste, dass auch Lohse fast zeitgleich für zwei Minuten die Bank drücken musste. Würde der GHV diese doppelte Unterzahl schadlos überstehen können? Klink hatte genug Selbstbewusstsein, erzielte das 29:31. Und schließlich haben wir ja noch ein Mylius im GHV-Tor, der den folgenden Angriff parierte und somit das Unglück von seiner Mannschaft abwenden konnte. 30:32, immer noch fünf Minuten zu spielen. Dass diese verdammt lang werden können, spürten wohl die GHV-Fans am deutlichsten.

Doch hier siegte wohl die Erfahrung des GHV über den Kampfeswillen der überwiegend sehr jungen Plauer Spieler, 32:35 der Endstand. Somit das Happyend dieses Handballkrimis auf Seiten der Güstrower – puuuh!

GHV: Mylius, Wohlgemuth, O.Schröder (2), Knütter (4), Klink (7), Lindenau, Froriep (2), Lohse (9), Schneider (7), Brasch (1), Tetzlaff (3)

 
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