26.02.2011: Güstrower HV III – Vellahner SV 33:23

Von welchen, die auszogen, Kreismeister zu werden

Es war einmal vor langen, langen 33 Spieltagen, als das Ozonloch größer, Spieltrikots weiter, üppigere, von weniger grau durchzogene Haarschopfe beim GHV III  in Überzahl, noch selten Schmerzensschreie und Wehklagen der GHV-Mannen zu vernehmen waren, einfach die Zeit, als die 3. Männermannschaft des GHV am 22.03.2009 seine letzte Punktspielniederlage (21:24) beim SV BW Grevesmühlen einstecken musste. Seit dieser Zeit ziehen die tapferen GHV-Krieger durch das westliche Mecklenburg, um ein Punktspiel nach dem anderen zu gewinnen. So manches Mal kamen auch die Gegner in die Barlachstadt, um sich zu duellieren. Nach vierwöchiger Spielpause, wollten die Güstrower am 26. Februar dem Vellahner SV einen würdigen Empfang bereiten.

Ohne den Regenten bzw. Trainer Wenzel, der ferne Länder bereiste, begann der Gastgeber unter fachkundiger Leitung von Kanzler A. Schröder in gewohnter Formation. Die lange Zeit des Müßiggangs schien die Beine der Güstrower schwer gemacht zu haben, denn stockend verliefen die ersten Angriffe. Erst nach 02:44 Spielminuten gelang Tetzlaff der erste Treffer, nachdem er den vom Vellahner Torwart parierten Strafwurf, abfing und verwandelte. Aber immer noch schien das Pulver des GHV feucht, die Lunte wollte einfach nicht brennen. Vellahn schaffte in der sechsten Minute den 1:1 Ausgleich, ging kurz darauf sogar mit 1:2 in Führung. Entsetztes Murmeln am Hofe, wann würden die Krieger erwachen? Schneider sagte den nächsten Spielzug an, der Gehorsam zahlte sich aus, O.Schröder traf zum 2:2. Der nächste Wurf von Tetzlaff ging an den Pfosten, von da ins Vellahner Tor. Eickhoff hatte bei seinem Konterlauf nicht so viel Glück, sein Wurf prallte vom Aluminium ab. Im folgenden Angriff lief es für ihn besser. Noch zwei Konter in Folge von Tetzlaff und Schröder, 8:4 Führung für die GHV-Recken. Fünf Minuten vor der Pause kam Klink für Severin und markierte gleich vier Treffer in Folge. Noch knapp zwei Minuten, genug Zeit für Lohse und Knütter, um einen relativ sicheren 16:11 Pausenstand herzustellen.

Nach Wiederanpfiff brachten zwar Lohse und Knütter ihre Mannschaft noch weiter in Front, dann aber stockte die Güstrower Angriffsmaschinerie. Vellahn packte härter zu, was die Sekundanten der Schiedsrichtergilde mit zwei Zeitstrafen in Folge für die Gäste ahndeten. Auch einen Strafwurf vermochte die gegnerische Mannschaft nicht im GHV-Tor unter zu bringen. Dagegen schien der GHV-Motor richtig warm gelaufen zu sein, schnelle Angriffe, schöne Spielzüge – die Damen am Hofe waren entzückt und sparten nicht mit Beifall. Das rief Bruder Leichtfuß auf den Plan. Der Gästetorwart parierte einen Konter von Klink, den Abpraller ergatterte Tetzlaff, wollte den Ball gekonnt über den weit herausgekommenen Torwart heben, doch dieser hatte dieses Mal den längeren Arm und somit den Ball. In der 55.Spielminute verkürzte Vellahn 26:21, nahm eine Auszeit, um Kräfte zu sammeln. Konnten sie den Spieß noch umdrehen? Kanzler Schröder nahm noch einige Wechsel vor, das schien die richtige Taktik gewesen zu sein. Auch aus dieser Begegnung konnte der GHV III als Sieger hervor gehen, 33:23.

Im Übrigen war dies das Rückspiel, während am 06.März, auf Grund von Spielverlegungen, das Hinspiel in Vellahn stattfindet. Mit einem Sieg, können die Güstrower sich vorzeitig den Kreismeistertitel der Saison 2010/2011 sichern. Also dann! Auf, auf zum Kampf!

GHV: Maack, Mylius, O.Schröder (4), Klink (4), Lohse (4), Schneider (1), Lindenau, Froriep (1), Eickhoff (7), Severin (2), Knütter (2), Brasch (1), Tetzlaff (7)

 
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