05.02.2011: Güstrower HV – SV Warnemünde 31:28

Mit voller Auswechselbank kam das Selbstvertrauen

Und es geht doch. Die Güstrower Handballmänner haben das Siegergen nicht verloren und am 05. Februar zu Hause den Tabellennachbarn SV Warnemünde in einem so genannten 4-Punkte-Spiel mit 31:28-Toren nach Hause geschickt. Es war zudem der erste Sieg in diesem Jahr.

Aber zurück auf Anfang. Viel wurde in den Tagen vor diesem Spiel im Verein miteinander gesprochen, und endlich wurde auch gehandelt. So standen erstmals seit Wochen mehr als zwei Auswechselspieler zur Verfügung. Eine Tatsache, die vor allem Dank der Unterstützung der dritten Mannschaft aus der Kreisunion möglich war. Das gab Selbstvertrauen und ließ die Güstrower sehr gut starten. Konzentriert und fast ohne Fehler gingen sie zu Werke – der Lohn dafür war ein famoser 9:3-Vorsprung nach gut zehn Minuten. Warnemünde nahm eine Auszeit und schaffte es irgendwie den Spielfluß der Güstrower Gastgeber zu durchbrechen. Es gelang jetzt kaum mehr etwas, die Gäste dagegen konnten nach Belieben schalten und walten. Sie glichen nicht nur zum 9:9 aus, zur Halbzeitpause schaffte Warnemünde sogar einen knappen 15:14-Vorsprung. Sollten am Ende doch wieder alle guten Vorsätze schief gehen und der freie Fall in der Liga fortgesetzt werden?

Zu Beginn der zweiten Halbzeit sah es erneut danach aus. Die Ostseestädter enteilten noch einmal auf 18:15. Es war aber das letzte Mal, wo die Zuschauer an einem besseren Ergebnis zweifelten. Von nun an gings bergauf. Fehler wurden minimiert, in der Abwehr gab man sich kaum eine Blöße, Torwart Andre Pötzsch hielt stark (er parierte drei Siebenmeter), und im Angriff traf man jetzt aus allen Lagen. Es war kein schönes Spiel, doch das war heute von Michael Brasch, der vertrat den verhinderten Gerald Hein als Trainer, auch nicht gefordert. Seine Jungs sollten 60 Minuten lang kämpfen und einen Sieg einfahren. Das sie das am Ende auch schafften, war vor allem einem Zwischenspurt zu verdanken, der den GHV auf 29:22 nach vorne brachte. Zum Schluss wurde es zwar noch einmal eng, man hatte das Gefühl, die Angst vor der eigenen Courage hielt nun Einzug, doch mehr als ein zwischenzeitliches 27:29 und dem späteren 28:31-Endstand gelang den Warnemündern nicht mehr. Da fiel auch GHV-Vorstand Olaf Klevenow nach dem Spiel ein Stein vom Herzen: „Das war wichtig heute für uns.“ (behm)

GHV: Pötzsch, Maack, Golatowski (1), Frick (7), Kalien (1), Nucklies (6), M.Kahl (2), Nowatzki (10/3), Lohse (1), Severin (1), Godje (2)

 
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner