22.01.2011: Güstrower HV I – Grimmen 28:29

Kampf allein reicht nicht

Ratlosigkeit beim GHV. Die Handballmänner aus der Barlachstadt bleiben im neuen Jahr weiter ohne Sieg und verloren am 22. Januar in der MV-Liga auch gegen den Tabellennachbarn HSV Grimmen mit 28:29. Dabei hätte es so schön werden können. Denn zum Abschied von Kapitän Stefan Förster, der nach vier Jahren GHV seinen Lebensmittelpunkt nach Neumünster verlagert, waren über 200 Zuschauer gekommen. Eine Tatsache, die sicher auch etwas mit der Resonanz auf den Super-Spieltag mit Faustball, Hockey und Handball zu tun hatte.

Doch die Güstrower konnten diesen Umstand eigentlich nie so richtig für sich nutzen. Im Gegenteil, sie wirkten nervös und ohne große Selbstsicherheit. Hinzu kam, dass mit Thomas Kahl und Frank Stölken erneut zwei Güstrower Spieler nicht zu Verfügung standen, so dass Trainer Gerald Hein nur einen Auswechselakteur zur Verfügung hatte. Natürlich ist das zu wenig, doch was an diesem Tag noch viel mehr störte, waren die vielen eklatanten und zumeist auch leichten Fehler der Güstrower, die dann den HSV Grimmen stark machten. Das geht jetzt schon seit etlichen Spielen so und ist eine Hauptursache für den sportlichen Abstieg des GHV. Da hilft auch nicht die sehr gute Form von Torhüter Andre Pötzsch, der seine Mannschaft mit tollen Paraden immer wieder im Spiel hielt. Zur Halbzeit führten die Gastgeber sogar mit 14:13. Dieses Zwischenergebnis zeigt vielleicht aber auch das nicht so hohe Spielniveau, das beide Mannschaften an diesem Tag den Zuschauern anboten.

Grimmen witterte nach dem Pausentee seine Chance und nutzte jetzt auch die schwindende Aufmerksamkeit in der GHV-Deckung. Beim 24:19 waren die Gäste bis auf fünf Tore weg. Eigentlich war hier das Spiel schon gelaufen und einige Besucher verließen bereits die Sport- und Kongreßhalle. Zu Gute muss man dem GHV aber seine Moral halten. Die stimmte, denn in den letzten Minuten holte man Tor um Tor auf und hatte beim 28:29 sogar die Chance, auszugleichen. Doch in dem Moment, knapp 20 Sekunden vor dem Ende, als Paul Golatowski zum Torwurf ansetzte, nahm sein Trainer eine Auszeit. Pech für den GHV, denn der Ball ging ins Tor und zählte nicht.

Fazit: Stefan Förster und die vielen Zuschauer hätten ein anderes Spiel verdient gehabt. Neben den unzähligen Fehlern fehlten den Güstrowern auch das nötige Selbstvertrauen und der Biss, in diesem Abstiegskampf zu punkten. Auch das Überzahlspiel klaptte nicht. Beispiel: Als Grimmen nur noch mit vier Feldspielern auf der Platte war, gelang ihnen sogar ein Tor. So etwas spricht eine deutliche Sprache. (behm)

GHV: Pötzsch, Förster (8), Frick (7), Nowatzki (7), Nucklies (4), Kalien, M.Kahl (1), Golatowski (1). Grimmen: 5x2 Minuten, Rot wegen 3x2 Minuten.

 
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner