11.12.2010: Güstrower HV I – SV Matzlow-Garwitz 30:29

Ein Tor machte den Unterschied

Diese Nachricht dürfte die Fans des GHV nicht gerade froh stimmen. Kapitän und Leistungsträger Stefan Förster wird den Verein aus der Barlachstadt nun endgültig zum 1. Februar verlassen und seinen Lebensmittelpunkt wie angekündigt nach Neumünster verlegen. Darüber informierte er vor einigen Tagen das Präsidium des GHV. Welche Lücke er hinterlassen wird, stellte er am Wochenende im Heimspiel gegen den SV Matzlow-Garwitz unter Beweis. In einem abwechslungreichen und spannenden Aufeinandertreffen zweier gleichwertiger Handball-Mannschaften war er es, der die Abwehr zusammenhielt und in wichtigen Situationen auch die Verantwortung übernahm, Tore vorbereitete und natürlich diese auch selber erzielte. Am Ende waren es sieben Treffer, ein Grundstein für den späteren knappen 30:29 (14:12)-Sieg seiner Mannschaft.

Das Spiel selber gehörte nicht zu den besseren Leistungen des GHV in dieser Saison. Aber was ist schon ein Schönheitspreis gegen die Gewissheit, zwei Punkte in Güstrow behalten zu können. Vor allem bei Andre Pötzsch durften sich die GHV-Akteure deshalb bedanken. Der aufmerksame Keeper zeigte sich stets auf der Hut und sorgte mit seiner tollen Reaktionsfähigkeit und vielen guten Paraden dafür, dass die Gäste wirklich nur an einem Punktgewinn schnupperten und ihn nicht erreichten.

Besonders in der zweiten Halbzeit kamen die Matzlower gefährlich auf und gingen öfters selber in Führung (16:14, 17:16, 28:27). Es war die Konsequenz aus den vielen Fehlern, die in den Güstrower Reihen gemacht wurden. Außerdem funktionierte das Außenspiel nicht. Von dort kam zu wenig. Dafür stimmten an diesem Tag aber die Moral und die konditionellen Vorteile, die der GHV in die Wagschaale warf. Eine Tatsache, die für den Sieg am Ende von enormer Bedeutung gewesen ist. Andreas Nowatzki ließ sich von dem ständigen Gerangel am Kreis nicht beeindrucken und gehörte mit seinen acht Toren genauso wie Linkshänder Sebastian Nucklies mit seinen neun Treffern gerade auch in der Schlussphase zu den wichtigsten Stützpfeilern des Güstrower Sieges. Eine gute Partie lieferte zudem Thomas Kahl ab, der in der Abwehrmitte so manchen Ball abfing und auch vorn mit drei Toren eine gute Figur machte. Sie und das eine Tor mehr machten den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage aus. (behm)

GHV: Pötzsch, Förster (7), Frick, T. Kahl (3), Nowatzki (8), Nucklies (9), Stölken (3), Kalien, M.Kalh, Behling, Golatowski

 
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