27.11.2010: Güstrower HV I – SV Einheit Demmin 33:33

Ein glücklicher Punkt

Den ersten Heimpunkt in der laufenden Saison der MV-Liga mussten die Handballmänner des GHV am Wochenende gegen Einheit Demmin abgeben. Die Schützlinge von Trainer Gerald Hein trennten sich vom Tabellenzweiten mit 33:33. Ein Spiel der vielen Tore, aber auch der vielen Fehler und Unsicherheiten auf beiden Seiten.

Am besten in die Partie kam der Gast, der als Aufsteiger nicht unbedingt als Punktelieferant dienen wollte. Dafür zeigten sie schon in den letzten Wochen sehr konstante Leistungen. Bei den Güstrowern wusste man dagegen nicht so recht, wie man mit der offensiven Einstellung der Demminer umgehen sollte. Und so lief man von Beginn an einem Rückstand hinterher, der in der Mitte der ersten Halbzeit sogar bis auf fünf Tore anwuchs. Erst eine Auszeit vom Güstrower Trainer rüttelte den GHV noch einmal auf, hier dem Gegner nicht kampflos das Parkett zu überlassen. Ein kluger Schachzug von Gerald Hein, denn so schafften es die Güstrower bis zur Halbzeit, den Rückstand auf 16:18 zu reduzieren.

In Halbzeit zwei wurde dann das Visier hoch geklappt. Das Spiel wurde zwar nicht besser, dafür aber umso abwechslungsreicher und spannender. Güstrows Spieler agierten zudem aufmerksamer und erreichten beim 19:19 erstmals den Ausgleich. Vor allem die beiden Außen, Paul Golatowski und Felix Frick, machten mächtig Dampf von ihren Positionen. Ihre Tore sorgten unter anderem dafür, dass der GHV dreimal bis auf drei Tore (23:20, 28:25, 30:27) enteilen konnten. Trotzdem, und diese Kritik müssen sich die Gastgeber gefallen lassen, sie bekamen einfach keine Ruhe in ihre Aktionen. Und so kam es wie es kommen musste, nach der 31:29-Führung drehten die Gäste das Spiel noch einmal und legten einen 3:0-Zwischenspurt hin. Sollte Güstrow am Ende doch noch mit leeren Händen dastehen? Nein, denn die Moral stimmte, und die legte den Grundstein für das gerechte, wenn auch sehr glückliche 33:33-Unentschieden.

Fazit: Die Güstrower haben an diesem Tag den Demminer Torhüter berühmt geschossen. Was an Chancen im gesamten Spiel vergeben wurde, geht überhaupt nicht und hätte für mehrere Spiele gereicht. Hier muss in den nächsten Spielen konzentrierter zu Werke gegangen werden. Dazu kommt die Tatsache, dass von neun Siebenmetern nur fünf verwandelt wurden. Alles Indizien dafür, dass natürlich auch ein Sieg gegen Demmin drin gewesen wäre... (Dirk Behm)

GHV: Pötzsch, Förster (7), Frick (9), Nowatzki (4), Nucklies (6), Stölken (1), Kalien, M. Kahl, Behling, Golatowski (6).

 
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