19.11.2010: Güstrower HV III – Doberaner SV II 32:34 (Pokal)

Erster der Kreisliga trifft im Pokal auf Zweiten der Verbandsliga

Freitagabend (19. November), 20.00 Uhr alles bereit für den Krimi! Nur eben nicht auf der heimischen Couch gemütlich bei Bier und Chips. Mitnichten! Die dritte Männermannschaft des GHV trifft auf die zweite Vertretung des Doberaner SV zur 2. Runde um den HVMV-Pokal. In der ersten Runde hatte der GHV noch ein Freilos, doch dieses Mal hieß es antreten. Durchschnittsalter Mitte 40 gegen Durchschnittsalter Mitte 20, das kann ja heiter werden. Einfach wollten es die „Alten“ des GHV den Gästen auf keinen Fall machen.

Bewährtes Anspiel von Lohse an den Kreis, Eickhoff markierte das 1:0 für seine Mannschaft, Doberan glich aus, doch Eickhoff konnte, wieder Anspiel von Lohse, auf 2:1 erhöhen. Das dritte Tor erzielte Lohse indem er einfach mal durch die Abwehr ging, dananch probierten er und Eickhoff, ob es wohl auch ein drittes Mal klappen würde, klappte 4:4. Erst sechs Minuten gespielt und die Doberaner bekamen schon ihren zweiten Strafwurf zugesprochen, während Schneider die erste Zeitstrafe erhielt. Zwar verwarf Doberan, konnte sich aber mit zwei Toren absetzten, 4:6. Severin knallte den Ball an den Pfosten, der prallte an den Rücken des Doberaner Torwarts und trotzdem nichts ins Tor, Pech! Beim nächsten Angriff machte er es gleich richtig, 5:7. Dann bekam er auch eine Zeitstrafe. Der GHV hatte in den ersten zehn Spielminuten sichtlich damit zu kämpfen, dass hier etwas härter verteidigt wurde, als er es gewohnt war. Dadurch agierten sie unsicher und haderten mit sich und den Schiedsrichtern. Die Folge waren unnötige Zeitstrafen, sogar auf der Auswechselbank, demzufolge viele Minuten in Unterzahl und Strafwürfe (6 von 8 in Halbzeit eins), gegen die die sonst sehr gut agierenden Torleute Maack und Mylius meist machtlos waren. Indessen setzte sich Doberan Tor um Tor ab, 14:19 der Halbzeitstand.

In der Kabine appellierte GHV-Trainer Wenzel an seine Leute endlich mit den Diskussionen und Meckereien  Schluß zu machen, und sich auf das Spiel zu konzentrieren. Die Spieler festmachen in der Abwehr und die Angriffe durchspielen, nicht zu früh abzuschließen. Eine sofortige Umsetzung der Anweisungen behinderten erneute Zeitstrafen gegen den GHV, erst Schneider wegen eines Fouls, dann Klink, der nach erfolgreichen Konterlauf, auf dem Rückweg durch den Mittelkreis lief. In der 35. Minute sah ein Doberaner Spieler nach seiner dritten Zeitstrafe die rote Karte und mußte auf die Tribüne, nun schienen die Güstrower besser in Schwung zu kommen. Godje erzielte das 17:22, Klink kam im richtigen Moment von der Bank, spitzelte den Doberanern im Angriff den Ball weg und erzielte den 18.Treffer für seine Mannschaft. Auch den folgenden Angriff der Doberaner vereitelte der Gastgeber und Tetzlaff konterte zum 19:22. Das schnelle Angriffsspiel ist die eigentliche Stärke des GHV, Konterlauf von Klink und Tetzlaff, Klink zieht zwei Doberaner mit sich, Rückhandanspiel auf Tetzlaff – 20:23. Und der GHV holte weiter auf, Mylius in diesem Moment ein starker Garant im Güstrower Tor. 48. Spielminute, Lohse fängt den Ball ab, passt auf Eickhoff – Ausgleichstreffer zum 25:25! Damit hatte in der Halbzeitpause keiner gerechnet, dass der GHV das schaffen könnte. Am wenigsten die Gäste, die sichtlich von der Rolle waren. Sieben Minuten vor Schluß die Führung für den GHV 28:26. Jetzt wurde der GHV nervös – Warum? Erneut Strafwurf für die Gäste, Torwartwechsel beim GHV, Maack für Mylius. Der war zwar dran, trotzdem zappelte der Ball im Netz – verdammt!  28:28, wer war nervöser? Die zahlreichen Zuschauer oder die Akteure? Auszeit für den GHV. Severin erzielt erneut den Ausgleich 29:29, Maack kann den folgenden Angriff parieren, tolles Anspiel von Klink an Eickhoff – 30:29. Stell doch einer die Uhr vor, lass diesen Krimi zu Ende sein! 59:29 die Zeit, Doberan schafft den Ausgleichstreffer und der GHV ist in diesem Moment nicht clever genug, um konzentriert zum Abschluss zu kommen, die Schlusssirene ertönt, 30:30.

Laut HVMV-Regeln folgt bei Torgleichstand sofort ein Siebenmeterwerfen. Für den GHV traten Severin, Schneider, Klink, Godje und Lohse an. Doch Severin hatte gleich im ersten Wurf Pech, während Doberan verwandeln konnte. Klink und Godje hielten ihre Mannschaft im Spiel, aber Doberan traf bis hierher jedes Mal. Schneider wollte es zu genau machen, Pfosten! Doberan behielt die Nerven und damit die Chance auf den Pokal. Endergebnis 32:34. Schade, aber ein tolles, spannendes Match, an diesem Freitag spielte der „Tatort“ eindeutig in Güstrow.

GHV: Maack, Mylius, O.Schröder, Klink (6), Lohse (4), Schneider (1), Eickhoff (7), Froriep, Severin (2), Lindenau, Godje (6), Ahrendt, Tetzlaff (6), Schlawien

 
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