24.04.2010: SV Warnemünde – GÜstrower HV I 31:32

Traumrückrunde ermöglichte erst mehr

Fanden sich die Barlachstädter am siebenten Spieltag noch auf dem letzten Tabellenplatz wieder, ermöglichte eine noch nie da gewesene Rückrunde dem GHV noch die Chance auf eine Medaille. In 13 Partien musste man sich nur dem Ligakrösus Stralsunder HV (Zwangsabsteiger 1. Bundesliga) und den heimstarken Schwaanern beugen. Mit 22:4 Punkten beeindruckend. Die Konstellation in der Tabelle GHV fünfter, Punktgleich mit dem HSV Grimmen auf Platz vier und Empor Rostock II einen Punkt Vorsprung auf das Duo gab den Güstrowern noch die Chance auf die Bronzemedaille. Durch einen Sieg in Warnemünde (6.) und einer gleichzeitigen Niederlage des HSV beim stark abstiegsbedrohten Schwaaner SV wäre man vorbei und auf Platz vier. Beste Karten im Medaillenpoker hatten allerdings die Emporianer die im Heimspiel gegen den Vellahner SV nur ein Unentschieden benötigten um ihren Platz zu verteidigen. Vorweg genommen es sollte zu Platz vier reichen, aber bis es soweit war wuchsen dem Trainergespann des GHV etliche graue Haare.

Nach einem nervösen Beginn fanden die Gäste nach gut fünf Minuten zu ihrem gewohnten Konterspiel und führten 2:4. Bis zur zehnten Minute versäumten es die Barlachstädter aber ihre reichlichen Chancen zu nutzen, ließen Warnemünde im Spiel und nährten deren Hoffnung auf einen Heimsieg. Letztmalig lag Güstrow beim 6:7 (13´) in Führung. Nun ging das Zepter des Handels vollends zu den Ostseestädtern und diese verstanden es zu nutzen. In die Karten spielte ihnen dabei eine vollkommen überzogene Rote Karte gegen Thomas Kahl und die damit zusammen hängende 2 Minuten Strafe für die Gäste. Kontinuierlich bauten die Warnemünder ihren Vorsprung aus und gingen mit einem 19:15 in die Kabine.

Anpfiff zur zweiten Halbzeit, Güstrow war im Ballbesitz und erzielte den ersten Treffer. Der Gastgeber ließ seine Chance liegen und der GHV erzielte seinen zweiten. Nun wurde eine Partie, die in der ersten Halbzeit schon hart aber fair geführt wurde zu einem Spiel mit allen Mitteln. Beleg dafür sind 11 Zeitstrafen und 2 Rote Karten für beide Teams nur in Halbzeit zwei. Ständig war eine Mannschaft in Unterzahl. Es entwickelte sich ein Spiel in dem um jeden Ball gekämpft wurde. Der GHV hatte zwar wieder zum Gastgeber aufgeschlossen, aber der Ausgleich wollte einfach nicht gelingen. Im Gegenteil bis zur 43ten Minute warfen die Warnemünder einen drei Tore Vorsprung heraus. Eine kuriose Szene brachte aber die Gäste ins Spiel zurück. Torwart Pötzsch parierte einen Wurf und wollte Nucklies auf den Weg schicken, aber dieser kam einfach nicht am Schiedsrichter vorbei der immer irgendwie im Weg stand. Alles reklamieren half nichts. Der Mann in Gelb gab dem immer noch schimpfenden Nucklies eine doppelte Zeitstrafe. Nun ging ein Ruck durch die Mannschaft, sie egalisierte den Vorsprung und war auf ein Tor ran. In dieser Phase war es Felix Elsner der sich unbekümmert die Würfe nahm und auch das nötige Wurfglück hatte. Beleg dafür eine Situation in der er schön frei gespielt wurde, durch ein rüdes Foul gestoppt wurde und trotzdem das Tor erzielte. Resultat dessen eine weitere Rote Karte, diesmal für den SVW. Unterdessen wirkte Nucklies wieder mit, dem die Schiedsrichter ein 2 Minuten würdiges Foul unterstellten und ihn somit ebenfalls des Feldes verwiesen. Nachdem sich E. Voß verletzt hatte, T. Kahl schon Rot sah gingen den Güstrowern Trainern die Alternativen aus. Aber zwei Tore von Elsner und Förster und ein Kontertor von Arnold und der Ausgleich (30:30) war hergestellt. Noch vier Minuten auf der Hallenuhr. Nowatzki schaffte durch einen Strafwurf die Führung und Elsner baute diese aus. Den Gastgebern gelang mit dem Schlusspfiff noch der Anschlusstreffer.

Der GHV hatte somit seine Hausaufgaben gemacht und wartete nun auf die Ergebnisse aus den anderen Hallen. Der Schwaaner SV schaffte die Sensation und gewann gegen den HSV Grimmen mit 25:23. Somit war der GHV auf Platz 4. Der Vellahner SV spielte den Güstrowern leider nicht in die Karten und unterlag beim HCE II mit 26:21. Glückwunsch nach Rostock.

GHV: Pötzsch, Lindenau, Arnold (6), Elsner (7), Förster (4), M. Kahl, T. Kahl, Kalien, Nowatzki (7), Nucklies (4), Stölken (3) und Voß (1)

 
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