24.04.2010: Güstrower HV III – SC Laage II 42:23

GHV III beendet Saison ohne Niederlage

„Man mästet das Schwein nicht um des Schweines willen.“ Recht so, es wurde gemästet für die 3.Männermannschaft des GHV,denn sie haben es geschafft, kein Gegner vermochte es, diese Mannschaft zu besiegen und Trainer Berhardt Wenzel muß nun sein Versprechen einlösen, bei null Minuspunkten seiner Mannschaft ein Schwein zu spendieren.

„Um nach vorne zu kommen und dort zu bleiben, kommt es nicht darauf an, wie gut du bist, wenn du gut bist, sondern wie gut du bist, wenn du schlecht bist.“(M.Navratilova)

Rückblickend auf die Saison trifft diese Aussage auch auf die 3.Männermannschaft zu. Neben sehr guten Spielen, in denen sie ihr Können zeigten und souverän den Gegner beherrschten, gab es eben auch Spiele, die für das Trainergespann Wenzel/Schröder einfach zum Haare raufen waren (zum Glück noch vorhanden). Doch die Mannschaft verstand es eben auch in solchen Begegnungen, sich auf ihr Können zu besinnen. War der ein oder andere Spieler in solch einem Spiel mal nicht gut drauf, sprangen andere ein. Beim nächsten Mal läuft’s wieder besser. Manchmal lief es so gut, dass Bruder Leichtfuß sich einschlich, der dann aber letztendlich doch wieder erfolgreich vertrieben wurde. Die Nervenkostüme der Spielerfrauen mußten so einigen Zerreißproben stand halten.

Doch nun zum letzten Punktspiel gegen den SC Laage. Die Tormaschinerie schaltete Christian Lohse an, indem er das erste Tor für den GHV erzielte. Die Gastgeber ließen Laage, die nur mit je einem Ersatzfeldspieler und -torwart antraten, nicht viele Gelegenheiten, Sand in das Spielgetriebe zu streuen. In der fünften Spielminute erzielte Schneider das 5:1. Der nächste Angriff des GHV war ein einziges Durcheinander: Wechsel, Wechsel, Kreuz, Kreuz, wo sind die denn alle? Lohse hatte Mitleid und warf ins Tor. Auch den nächsten Treffer erzielte Lohse bevor Eickhoff sich auf frühere Tugenden besann und per Sprungwurf von rechts außen, dem Laager Torwart den Ball förmlich in den Kasten knallte. „Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es gerade muß.“(L. Matthäus) Vom Kreis muß er nicht springen, trifft aber auch – 9:2. An Feinabstimmungen mangelte es zwar im Güstrower Angriff, dafür aber nicht am Siegeswillen. Olaf Schröder war Nutznießer der schnellen Mitte und erzielte das 20.Tor für den GHV. Highlight für die Zuschauer spendete Eickhoff per gezielten Rückhandwurf, mit dem Rücken zum Tor, immer spektakulär. 23:11 der Pausenstand.

Nachdem die Gastgeber zu Beginn der zweiten Halbzeit schnell drei Tore erzielten, legten sie erst einmal eine vierminütige Pause ein, aus der die Laager aber keinen Nutzen ziehen konnten. In der 45.Spielminute kam Hintze für Eickhoff an den Kreis. Ein absolut ungewohntes Bild, ist Hintze doch Torwart, der über die Saison oft helfend einsprang, wenn die etatmäßigen Torleute verhindert waren. Kaum aufgelaufen, bekam er ein Anspiel von Lohse und verwandelte – von wegen nur Torwart! Dagegen sah GHV-Torwart Mylius zum ersten Mal in seiner langen Handballlaufbahn die rote Karte, weil er einen Gegenspieler mit einem Körperteil, welches man überwiegend zum Sitzen verwendet, verwechselte. Während Hintze einen Strafwurf verwandelte, parierte Maack auf der anderen Seite einen und leitete somit einen der vielen Konter ein. Nicht nur die schnellen Außenspieler O.Schröder, Tetzlaff, Braasch und Kruse hielten es mit Emil Zátopeks Weisheit „Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft“, auch Severin hatte an diesem Tag die Schnellläuferschuhe an und erlief so manchen Konter. Verdientes Endergebnis: 42:23 für den GHV.

Fazit dieser Saison: „Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört“ (W.Brandt), eine tolle Mannschaft, der man den Spaß am Sport und am Zusammensein ansieht. Viel Spaß bei der gemeinsamen Harzreise, dem Schweineschmaus und “Auf Wiedersehen“ in der neuen Saison!

GHV: Maack, Mylius – A.Schröder (1), O.Schröder (2), Tetzlaff (3), Lohse (12), Schneider (1), Eickhoff (6), Hintze (2), Severin (9), Brasch (4), Bock, Kruse (2)

 
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