24.04.2010: Güstrower HV – Stralsunder HV 29:34

GHV verliert den Kampf um Landesjugendpokal

In der Sport- und Kongresshalle empfing am 24.April die männliche B-Jugend des GHV die Vertretung aus Stralsund. Für die Güstrower galt es, einen vier Tore Rückstand aus dem Hinspiel aufzuholen, ein schwieriges Unterfangen, fehlten mit Tom Radlach und Constantin Grosse wichtige Spieler, um die Hand noch an den Pokal zu legen.

Und die Partie begann nicht gut für den GHV. Sie scheiterten mit nicht präzise vorbereiteten Bodenpässen an den Kreis, Stralsund nutzte seine Chancen und erzielte die ersten drei Treffer. Und diesem Rückstand sollten die Barlachstädter die gesamte erste Hälfte hinterher jagen. Angetrieben von einem überzeugenden Tim Dethloff gelang meistens über den Kreis oder mit Nachlaufen der Anschluss, zum Ausgleich kam es allerdings nie, da Stralsund die Schwächen in der Güstrower Abwehr immer wieder nutzen konnte. Auch scheiterten die Güstrower Rückraumstrategen am diesmal gut aufgelegten gegnerischen Torhüter, die Hansestädter vergrößerten in dieser Phase ihre Führung auf 6 Tore. Tim Hönig ist es zu verdanken, dass Güstrow nicht noch weiter ins Hintertreffen geriet, mit feinen Einzelleistungen und unbändigem Einsatzwillen sorgte er dafür, dass sich der Abstand verringerte und die Langesieben nur mit einem 14:17 in die Halbzeit gehen konnten.

Die zweite Hälfte begann mit einem haltbaren Tor für Stralsund, dieser Gegentreffer weckte aber Güstrow auf. Die Abwehr packte ordentlich zu, Max Godow konnte sich mehrfach auszeichnen. Auch angetrieben von den begeisterten Zuschauern, rollten die Angriffe erfolgsversprechend auf die Stralsunder zu. Fast jeder Wurf landete im gegnerischen Gehäuse, René Schulze, Robin Georg und vor allem John Heuer versenkten ihre Würfe. Nachdem Felix Witte den umjubelten Ausgleich zum 21:21 schaffte, glaubten die Güstrower und ihr Anhang an die Wende. Doch es sollte anders kommen, Robin Georg sah für ein Foul, eine 2 Minuten Strafe. Diese Schwächung verbunden mit der kräftezerrenden Aufholjagd konnte der GHV nicht mehr kompensieren, Stralsund warf mit vier Toren hintereinander in dieser Zeit die Vorentscheidung heraus. Die Güstrower ergaben sich in ihr Schicksal, man bemühte sich, den Abstand nicht zu hoch werden zu lassen. Markus Wiatrowski erzielte in der Schlussphase drei blitzsaubere Treffer von Rechtsaußen, den verdienten Pokalgewinn der Stralsunder konnte aber auch er nicht verhindern. Auch die 10 Tore von Tim Hönig reichten nicht, am Ende mussten sich die Güstrower mit 29:34 geschlagen geben, trotzdem können die Barlachstädter auf eine mehr als zufriedenstellende Saison zurückblicken.

Holger Lange schaffte es, mit einer zusammengewürfelter Truppe aus Güstrow, Laage und Bützow eine schlagfertige Mannschaft zu formen, die auch außerhalb des Spielfeldes zu einer Einheit zusammenwuchs. Zuschauer und Eltern zeigten sich mehr als einmal begeistert, mit welch einer mannschaftlichen Geschlossenheit, Spass und Spielstärke dieses Team auftrat, und damit so manchen großen der Liga ein bisschen ärgerte. Mit John Heuer, Felix Witte, Tim Hönig und Tom Radlach verlassen nun die „Alten“ die Mannschaft, aber auch ohne sie wird Trainer Lange in der nächsten Saison bestimmt wieder ein leistungsstarkes Team bilden.

GHV: Max Godow, Gino Richter, Tim Dethloff, Robin Georg, René Schulz, Felix Witte, Bastian Lange, John Heuer, Tim Hönig, Tim Hoppe, Tom Radlach, Patrick Golatowski, Markus Wiatrowski

 
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