17.04.2010: Güstrower HV I – HC Empor Rostock II 33:29

Nowatzki trifft nach Belieben

Starke zweite Halbzeit der Güstrower – Geht da noch was?

Die Oberligaherren des GHV haben nach dem vorletzten Spieltag, urplötzlich doch noch die Chance bekommen, aufs Treppchen zu steigen. Der Fünftplatzierte der Liga, der diesen Rang schon seit Wochen belegt, gewann zu Hause gegen die zweite Mannschaft des HC Empor Rostock mit 33:29 und hat jetzt punktgleich zum Vierten HSV Grimmen aufgeschlossen und besitzt nur noch einen Zähler Rückstand zu den Rostockern, die einen Spieltag vor Ende der Saison den dritten Platz inne haben. Am Ende ist das jedoch Zahlenspielerei, denn viel wichtiger als eine Medaille ist die gute Leistung, die die Güstrower in den vergangenen Wochen abgeliefert haben, betrachtet man mal das Pokal-Aus in Demmin auf einem anderen Blatt Papier.

Auch gegen die Empor-Reserve zeigten die Barlachstädter über weite Strecken des Spieles, wie gut sie sich in dieser Spielzeit entwickelt haben. Taktisch gut eingestellt, hielt der GHV den favorisierten Gegner
gerade zu Beginn des Spieles auf Distanz. Außerdem funktionierte das eigene Tempospiel so gut, dass bis Mitte der ersten Halbzeit ein knapper 11:9-Vorsprung herausgeholt werden konnte. Danach kamen die Gäste aber besser in Tritt, weil auch der Rückraum immer zielgenauer agierte und die Abwehr der Gastgeber damit ein Problem hatte. Die Konsequenz war ein 13:18-Rückstand. Ratlosigkeit machte sich auf der Tribühne der Sport- und Kongresshalle sichtbar, wie konnte das Spiel so schnell kippen? Doch so schnell, wie die GHV-Fans ungläubig mit dem Kopf schüttelten, so schnell ließen sie sich auch wieder ein hoffnungsvolles Lachen aufs Gesicht zaubern. Aus dem 16:20 zur Halbzeit machten die Schützlinge von Trainer Heiko Arnold binnen kürzester Zeit ein 22:20. 

Ein toller Zwischenspurt, der  auch die Rostocker beeindruckte. Die Abwehr stand viel besser, und vorne verstanden es Nowatzki, Förster und Co., ihre Angriffe variabel und erfolgreich abzuschließen. Es war ein offener und ausgeglichener Schlagabtausch, der bis zum 27:27 auch sehr spannend war. Doch danach legten die Güstrower noch einmal einen Zahn zu und mit vier Toren in Folge den Grundstein für den
späteren 33:29-Sieg. Ein Sieg, der voll auf verdient war.

Eine Klasseleistung zeigte dabei übrigens Andreas Nowatzki. Mit 15Toren war er nicht nur der treffsicherste an diesem Tag, mit seiner Spielfreude, seinen Ideen und seiner mentalen Stärke verdiente er sich
Bestnoten in dieser Partie. Jetzt steht noch ein Spiel auf dem Plan. Am kommenden Sonnabend muss
der GHV zum SV Warnemünde reisen. Die Ostseestädter belegen derzeit den sechsten Platz.

GHV: Pötzsch, Lindenau – Th. Arnold (2), Elsner (1), Förster (4), M. Kahl, Kalien, Nowatzki (15), Nucklies (4), Stölken (3), Voß (4)

 
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