19.03.2010: Güstrower HV – Doberaner SV 26:21

MJB gewinnt trotz mäßiger Leistung gegen Bad Doberan

Zum Rückspiel um den Einzug in das Endspiel um den Landesjugendpokal empfing die Vertretung der mJB des GHV das Oberligateam aus Bad Doberan. Da das Hinspiel bereits mit 11 Toren Unterschied gewonnen wurde, sollte das Weiterkommen eigentlich reine Formsache sein.

Güstrow ging schnell durch Tom Radlach und John Heuer mit 2:0 in Führung, Bad Doberan konnte ausgleichen. Dies lag allerdings nicht an der Stärke des Gegners, sondern die GHV-Sieben ließen den Gegner ins Spiel finden. Zu Wurfpech gesellten sich überhastete Abschlüsse, Fehlpässe und technische Fehler, dies veranlasste Trainer Holger Lange, beim Stand von 3:3 die Notbremse in Form der grünen Karte zu ziehen. Warum die Mannschaft diesen Wachrüttler brauchte, fragten sich alle Beteiligten, aber von da an gab Güstrow Vollgas. Robin Georg mit einem lupenreinen Hattrick brachte sein Team mit 6:3 in Front, die weiteren Angriffe wurden von Tim Dethloff und Felix Witte mustergültig abgeschlossen und im Güstrower Tor konnte Max Godow fast alles halten, was die Abwehr an Würfen der Gäste noch zuließ. Parallel trainierende Radballer kamen nicht umhin, ihren Trainingsbetrieb zu unterbrechen, die Wurfstärke und den Spielfluss der Güstrower Handballer in dieser Phase zu bewundern und zu beklatschen. Die GHV Jungs spielten sich in einen kleinen Rausch, immer weiter wurde der Vorsprung ausgebaut, und so ging es mit einem auch in der Höhe verdienten 16:7 Vorsprung in die Pause.

Die zweite Hälfte sollte für die Barlachstädter wenig Positives bringen. Mit dem Gefühl des sicheren Sieges konnten die Güstrowsieben nicht mehr an die Leistung der ersten Hälfte heranreichen, im Gegenteil, der Gegner wurde auf die leichte Schulter genommen und die Einstellung stimmte überhaupt nicht mehr. Die Abwehr zeigte sich löchrig, dem Gegner wurde beim Werfen meistens nur zugeschaut, die Zuordnung passte nicht mehr. Deshalb konnte sich Bad Doberan bis auf 17:20 heranarbeiten, ehe einige Gewaltwürfe aus dem Rückraum wieder einen 5 Tore Abstand erbrachten. Auch Tim Hönig am Kreis erzielte gegen Ende des Spiels seine Treffer, Güstrow gewann zwar verdient, dies lag diesmal aber eher an der Schwäche des Gegners denn an der eigenen Stärke. Und so muss man den Güstrowern bescheinigen, dass der Endstand von 26:21 für den GHV doch schmeichelhaft war, gute 15 Minuten in der ersten Hälfte den Grundstein zum Sieg legten.

Das Team von Holger Lange wird sich für die Endspiele gegen Stralsund Mitte April gehörig steigern müssen, will man da ein Wort um den Pokal mitreden.

GHV: Max Godow, Gino Richter, Tim Dethloff, Robin Georg, René Schulz, Felix Witte, Bastian Lange, John Heuer, Constantin Grosse, Tim Hönig, Markus Wiatrowski, Max Reinicke, Tom Radlach

 
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