06.02.2010: Schwaaner SV – Güstrower HV 34:33

Schmerzliche Niederlage für GHV-Herren

Eine empfindliche 33:34-Niederlage mussten am 06.Februar die Oberliga-Herren des GHV in Schwaan hinnehmen. Die Barlachstädter, die davor vier Spiele in Serie gewannen, gingen als Favorit in das Spiel beim Aufsteiger. Doch diesen Anspruch konnten sie eigentlich zu keiner Zeit unter Beweis stellen. Im Gegenteil, sie ließen ihre sportliche Qualität vermissen, mit der sie beispielsweise vor zwei Wochen den TSV Bützow in eigener Halle bezwungen hatten.

„Es war eine verdiente Niederlage für uns. Wir haben heute mehr Fehler gemacht als die Schwaaner und das war ausschlaggebend“, sagte ein enttäuschter GHV-Coach Heiko Arnold. Vor allem im Angriff sah er einige Kritikpunkte. „Es kann nicht sein, dass wir unsere Angriffe meist nach fünf bis acht Sekunden abschließen wollten. Wir haben vorher gesagt, länger ausspielen. Doch irgendwie haben meine Jungs das heute vergessen.“ Außerdem fehlte dem GHV die nötige Ballsicherheit der vergangenen Partien. Zu wenig Druck kam über die Außenpositionen, und es wurde zu viel klein-klein gespielt. Tatsachen, die dazu führten, dass man zur Halbzeit bereits mit 13:17 hinten lag.

„Spielt endlich Handball“, forderte Heiko Arnold in der Pause und seine Mannschaft schien ihn zu hören. Aus einem deutlichen Rückstand wurde bis Mitte der zweiten Spielhälfte ein 21:20-Vorsprung gemacht. Hoffnung auf einen erneuten Doppelpunktgewinn kam bei den Fans des GHV auf, doch Schwaan erholte sich immer mehr. Auch deshalb, weil der Schlendrian bei den Güstrowern wieder einzog. Bestes Beispiel war eine Überzahlsituation, wo der GHV sechs Spieler und der SSV nur vier Akteure auf der Platte zu stehen hatte. Die machten aber zwei Tore. Trotzdem wurde gekämpft, kein Ball wurde aufgegeben. Man wollte die Punkte hier nicht einfach so liegen lassen. Schließlich kommt nächsten Sonnabend der Stralsunder HV in die Kongresshalle. Da braucht man jede Menge Selbstvertrauen. Doch die Schwaaner taten Güstrow diesen Gefallen nicht. Im Gegenteil, sie nutzten die Schwächen der Gäste rigoros aus und kamen zurück ins Spiel.

Beim 28:32 war eine Vorentscheidung gefallen. In einer sehr spannenden und turbulenten Schlussphase (zweimal Rot für Schwaaner Spieler) schaffte der GHV zwar noch einmal beim 33:34 den Anschluss, am Ende war man aber eben um dieses eine Tor schlechter. „Das muss man klar erkennen. Uns fehlte die Linie in unserem Spiel. Daran müssen wir jetzt im Hinblick auf die nächsten Spiele arbeiten“, sagte Heiko Arnold abschließend.

Erfolgreichster Spieler im Team der Güstrower war diesmal Andreas Nowatzki, der aus dem Rückraum genauso wie vom Kreis traf und dabei insgesamt 14 Tore markierte.

GHV: Pötzsch, Lindenau, Th. Arnold (1), Förster (5), Hein (5), Th. Kahl, Kalien, Nowatzki (14), Nucklies (4), Stölken (4), Voß.

 
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