23.01.2010: Güstrower HV – TSV Bützow 25:24

Güstrower Last-Minute-Sieg 

Fast 200 Zuschauer sahen aufregendes Handballderby

Dieses Spiel hat einige Nerven gekostet. In der Handball-Oberliga spielte Güstrow gegen Bützow und fast 200 Zuschauer wollten das Derby in der Kongresshalle der Barlachstadt sehen. Beide Mannschaften gingen mit der Empfehlung einer positiven Serie in diese Begegnung. Der GHV war drei Spiele, der TSV Bützow gar fünf Spiele ungeschlagen. So konnte man sich also auf 60 Minuten spannenden und kurzweiligen Handballsport freuen.

Spannend und kurzweilig war es auf jeden Fall, doch schön anzusehen nicht unbedingt. Doch dafür bekommt man heutzutage auch keine Punkte. Und in diesem Fall war es dem Sieger, dem GHV, egal. Die Schützlinge von Trainer Heiko Arnold siegten nach einem dramatischen Finale, mit einem einzigen Tor Vorsprung, mit 25:24. „Ich bin sehr glücklich, weil es auch ein schwer erkämpfter Sieg gewesen ist und wir dabei eine tolle Moral bewiesen haben“, sagte GHV-Coach Heiko Arnold.

Dabei fanden zu Beginn der Partie die Gäste aus Bützow besser ins eigene Spiel. Gut von Trainer Jörg Schröder auf den Gastgeber eingestellt, schienen seine Schützlinge ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Zudem hatten sie mit Torsten Wild einen glänzend aufgelegten Keeper in ihrem Kasten. Mit dem 5:2-Vorsprung setzten sie ein erstes Achtungszeichen. Doch schon in der Anfangsphase dieses Derbys wurde deutlich, dass es kein leichter Nachmittag für die Schiedsrichter werden wird. Es wurde zunehmens hitziger, Spieler beider Mannschaften schenkten sich nichts. Viele kleine Nicklichkeiten bestimmten die erste Halbzeit, die zahlreiche Strafminuten und sogar eine Rote Karte für den Güstrower Andreas Nowatzki in der zwanzigsten Minute nach sich zog. Der Rückraumakteur des GHV ließ sich von der Hektik auf dem Parkett anstecken und stieß seinen Gegenspieler zu Boden, so dass dem Schiedsrichterduo aus Rostock gar keine andere Wahl blieb, als Nowatzki frühzeitig unter die Dusche zu schicken.
Irgendwie hatte man nun aber den Eindruck, dass Güstrow dieses personelle Manko sehr gut wegsteckte. Denn nach dem 10:10 übernahm man jetzt das Heft des Handelns und erreichte zum Pausentee einen 14:12-Vorsprung.

Durchatmen hieß es für alle Beteiligten. Allerdings waren die Gastgeber noch lange nicht durch. Die Bützower zeigten dann auch mit Beginn der zweiten Spielhälfte, dass sie mehr Variabiliät in ihrem Spiel erzeugen und auch aus dem Rückraum viel mehr Druck aufbauen konnten. Pabusch, Böttner, von Weiss und Co. ackerten für ein besseres Ergebnis, dass dann auch mit der erstmaligen Führung beim 19:18 belohnt wurde. Das Spiel war offen, jede der beiden Mannschaften hätte jetzt den finalen Stich setzen können. Vor allem der TSV hatte mit einer mehrmaligen Zwei-Tore-Führung den Matchpoint in den Händen. Der Tabellenzweite versäumte es aber, den Sack zuzumachen. Dafür kam der GHV zurück ins Spiel, auch Dank einer tollen Moral, einer verbesserten Abwehrarbeit und einer minimierten Fehlerquote. Kurz vorm Spielende führte Bützow noch mit 24:23. Dann aber drehte Güstrow die Partie und sorgte am Ende für die Überraschung des Spieltages. Erfolgreichster Akteur auf Seiten des Siegers war Stefan Förster mit insgesamt neun Toren, beim TSV Bützow erzielten Steffen Pabusch und Christian Böttner jeweils sechs Treffer.

In der Tabelle bleibt Bützow auf Platz 2, Güstrow festigte den fünften Rang.

GHV: Pötzsch, Lindenau, Th. Arnold (1), Förster (9), Hein (7), Th. Kahl (3), Kalien, Nowatzki (2), Nucklies, Stölken (1), Voß (2)

(mit freundlicher Genehmigung der SVZ - Dirk Behm)

 
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