08.11.2009: SV BW Grevesmühlen – SG Bützow-Güstrow 14:15

Verdienter Sieg in Grevesmühlen

Die Aufgabe für das Spiel am Wochenende war klar, mit voller Kapelle nach Grevesmühlen, den dritten Sieg in Folge und damit den Tabellenplatz drei festigen oder noch weiter nach oben klettern. Beim Abschlusstraining am Donnerstag verletzte sich leider Jasmin Sachs, so dass eine wichtige Spielerin im Rückraum fehlte. Aber alle anderen Spielerinnen waren fit und gewillt ihren beiden Trainerinnen und den zahlreichen Fans einen Auswärtssieg zu schenken.

Das Spiel nahm dann aber einen ganz merkwürdigen Verlauf. Für manch ein Elternteil war es normal, dass die Mädchen erstmal ein paar Minuten brauchen. Was aber in den ersten Minuten schon reihenweise an guten Torchancen ausgelassen wurde, trieb den Trainerinnen den Angstschweiß auf die Stirn. Grevesmühlen nur mit sieben Akteuren spielte munter drauf los und plötzlich lagen die Güstrower mit 0:3 hinten. Ein verwandelter Siebenmeter brachte dann zwar das erste Tor für Güstrow aber eine Besserung des Spiels war nicht zu erkennen. Auch eine Auszeit und deutliche Worte von Christiane Langer-Kaatz und Heidrun Rambow konnten die Mannschaft nicht erreichen. Grevesmühlen zog weiter seine Bahnen, verschleppte das Spiel und hatte alle Zeit der Welt bei ihren Angriffen. Selbst eine etwas offensivere Abwehr der Güstrower Mädchen brachte keinen Erfolg. Jetzt zogen die Gastgeber ihre Wechsel bei 15 Meter an und liefen und liefen ohne dass der Schiedsrichter das als Zeitspiel erkannte. So plätscherte die erste Halbzeit dahin und beim Stand von 3:6 aus Güstrower Sicht wurde zur Halbzeit gepfiffen.

Sechs Gegentore in einer Halbzeit, davon vier durch Strafwurf erzielt zeugten von einer guten Abwehr, aber nur drei Tore selber erzielt, dafür gab es keine Erklärung. Sicherlich standen der Pfosten und die Latte allein in der ersten Halbzeit siebenmal im Weg, aber auch drei Strafwürfe fanden nicht den Weg ins Tor. Das Güstrower Trainergespann schickte wieder die Anfangssieben aufs Feld und die Spielerinnen machten sich noch einmal gegenseitig Heiß, denn alles andere als ein Sieg wäre eine herbe Enttäuschung. Doch Güstrow fand keinen Rhythmus, begünstigt durch etliche Strafwurfentscheidungen konnte Grevesmühlen den Abstand konstant halten und beim Stand von 9:5 sogar mit vier Toren enteilen. Zwei Tore für Güstrow ließen den Vorsprung schmelzen und es ging ein kleiner Ruck durch die Mannschaft. Den letzten Ruck und die wohl Spielentscheidende Szene war dann die völlig überzogene rote Karte gegen Christiane Langer Kaatz. Jetzt hatten die Mädchen Wut im Bauch und wollten zeigen wer hier heut als Sieger den Platz verlässt. Ein ums andere mal konnten sie jetzt den Ball, durch ihre aggressivere Spielweise erobern und waren dann im Konterspiel erfolgreich. Plötzlich Stand es 11:11 und das 12:11 war die erste Führung für Güstrow im Spiel. Aber es sollte Spannend bleiben. Trotz Unterzahl blieben unsere Mädchen jetzt immer in Vorhand. Grevesmühlen blieb dran glich aus, konnte selber aber nicht mehr in Führung gehen. Auch in dieser Phase des Spiels gab es einige nicht nachvollziehbare Strafwurfentscheidungen die es den Gastgebern sehr leicht machten. Auf der Anzeige stand es 14:13 für die Gäste, es waren noch 30 Sekunden zu spielen und wir waren in Unterzahl. Eine Auszeit sollte Ruhe in die letzten Aktionen bringen. Jetzt überschlugen sich die Ereignisse, kaum war das Spiel wieder angepfiffen gab der Schiedsrichter das Zeichen zum Zeitspiel und entgegen seiner Verwahrensweise beim Gastgeber, pfiff er die nächste Aktion schon ab. Grevesmühlen nutzte diesen Moment und kam zum Ausgleich und auf der Uhr waren es noch fünf Sekunden zu spielen. Julia Kretschmer nahm sich den Ball sprintete zur neun Meter Linie, sprang hoch und warf mit dem Schlusspfiff den viel umjubelten und am Ende verdienten Siegtreffer. Der Jubel bei allen kannte keine Grenzen.

Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung muss man Anna Herbst (5) und Julia Kretschmer (6) noch gesondert hervorheben. Die Mannschaft hat das ganze Spiel über Moral bewiesen und am Ende auch für ihre beiden Trainerinnen gewonnen.

SG: A.Herbst, J.Kretschmer, M.Kretschmer, H.Krug, A.Klähn, M.Batarow, C.Bollow, S.Masermann, J.Koula, N.Garlipp

 
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner