18.10.2009: Rostocker HC III – SG Bützow-Güstrow 19:20

Sieg in buchstäblich letzter Sekunde

Hatten die Damen der SG Bützow-Güstrow im letzten Spiel das Glück nicht auf ihrer Seite, so war es an diesem Sonntag in Rostock genau anders herum. Die SG gewann glücklich mit 19:20 (10:10) gegen den Rostocker HC III und konnte zwei weitere Punkte auf ihrer Habenseite verbuchen.

Die Verbandsligapartie geleitet durch Möller/Wiegratz gestaltete sich von Beginn an sehr ausgeglichen. Kein Team konnte sich mit mehr als zwei Toren absetzen. Im Spiel der SG war in der ersten Halbzeit vor allem die Abwehr das Manko. Es wurde wieder einmal nicht aggressiv genug agiert, was eindeutig auf dem Protokoll zu erkennen ist, denn es gab keine einzige Zeitstrafe für die Damen aus Bützow und Güstrow. Die Gastgeber hingegen waren nicht so zimperlich und riskierten die ein oder andere Hinausstellung, machten es dafür ihren Gegnerinnen aber auch schwerer. Der RHC konnte viele Tore über den Rückraum erzielen, die Gäste fanden dafür über die gesamte Spieldauer nicht das richtige Mittel. Es fehlte in der Abwehr die richtige Abstimmung, um den Angriff der Hansestädter konsequent abzuwehren.

Im Angriff ist positiv zu erwähnen, dass alle Spielerinnen auf ihren Positionen eine gewisse Torgefährlichkeit ausstrahlten, was an der Torverteilung zu sehen ist. So konnten sich fast alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen. Hier war es vor allem Maria Frahm am Kreis, die die Abwehr der Gastgeber des öfteren zum Verzweifeln brachte, selbst Tore erzielte oder Strafwürfe herausholte. Auch der Kampf- und Siegeswille aller Spielerinnen, ob auf dem Feld oder auf der Bank, war zu jedem Zeitpunkt erkennbar. Mit einem Remis von 10:10 verabschiedeten sich beide Mannschaften in die Pause.

Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten die Rostockerinnen und erkämpften sich schnell eine 12:10 Führung. Die vorangegangenen Spiele hatten bereits gezeigt, dass es den SG-Damen oft schwerfällt, nach der Pause an eine solide Leistung anzuknüpfen. Tatsächlich liefen sie von da an einem Rückstand von ein bis zwei Toren hinterher, konnten jedoch kurz vor Schluss noch den wichtigen 19:19 Ausgleich erzielen.

Nun begann der Handballkrimi für beide Teams. Es sollte sich zeigen, ob die SG- Damen aus ihrer letzten bitteren Niederlage gelernt hatten. In einer vom Trainer des RHC III genommenen Auszeit konnten auch Detlef Kröger und Peter Kruse ihre Mannschaft noch einmal einstimmen und verlangten vor allem in der Abwehr absolute Kompromisslosigkeit. Im Folgenden konnten die Gäste zwei Angriffe der Rostockerinnen erfolgreich abwehren und kamen somit in Ballbesitz. An dieser Stelle zog nun aber das Trainerduo der SG die grüne Auszeitkarte und gab dem Team klare Anweisungen zum letzten Spielzug: Der Ball solle in den eigenen Reihen gehalten, der Torabschluss aber nicht zu früh gesucht werden. Das letzte Tor, so die Anweisung der Trainer, sollte sicher auf Seiten der SG fallen. Der Ball fand in der regulären Spielzeit zwar nicht mehr den Weg ins Rostocker Tor, jedoch bekamen die Gäste noch einen Freiwurf im Neun-Meter Bereich zugesprochen.

Es war Franziska Benick, die das Unglaubliche möglich machte und den Ball im gegnerischen Tor versenkte. Der Jubel der Bützowerinnen und Güstrowerinnen kannte nun kein Halten mehr: Fortuna hatte es dieses Mal gut mit ihnen gemeint und sie mit diesem Endergebnis auf den fünften Tabellenplatz befördert. Am 7. November um 15.00 Uhr können sich Handballbegeisterte in der Sporthalle Kessiner Straße Güstrow auf ein neues Spiel der SG-Damen freuen.

SG: Schwaß, Semler, Benick (4), Wegner (1), Czarschka (7/4), Frahm (2), Käther (1/1), Sachs (2), Saß (1), Zerbe, Zech (2)

 
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner