28.02.2009: Güstrower HV – Vellahner SV 27:31 (Pokal)

Pokalpleite für Güstrow in eigener Halle

In einem wahren, an Spannung kaum zu übertreffenden Kampfspiel, hatten sich die Güstrower in Stralsund für die nächste Runde im Pokal des HVMV qualifiziert. Und hier brachte ihnen das Los ein Heimspiel gegen den Vellahner SV. Eine lösbare Aufgabe dachten alle, doch der Pokal schreibt seine eigenen Geschichten wie man weiß.

Da kurzfristig der Spielort geändert werden musste, fand das Heimspiel in der Sportschule des Landessportbundes statt. Aber egal Heimspiel ist Heimspiel. Die Mannschaft legte auch gleich los, eroberte den Ball in der Abwehr und ab ging die Feuerwehr und es stand 3:0 für Güstrow. In den ersten Minuten legten die Güstrower ständig vor, ohne sich entscheidend absetzen zu können. Schon hier zeigte sich das wohl größte Problem des heutigen Tages. Beide Mannschaften mussten ohne Wachs spielen (Hallenordnung) und das brachte riesige Probleme. Die technischen Fehler und Ballverluste häuften sich jetzt bei Güstrow, so dass Vellahn immer in Reichweite bleiben konnte.

Nach einer Auszeit von Vellahn konnten die Gäste den Anschluss herstellen zum 9:8 und kamen bedrohlich nah. Doch die Güstrower behielten die Nase vorn und gingen mit 15; 11 in Führung. Dann gab es einen Bruch im Spiel des Gastgebers und es ging gar nichts mehr. Erst erhielt Matthias Jahn für eine verbale Unbeherrschtheit eine Rote Karte, dann wird der Ball reihenweise verworfen und Nutznießer dieser Minuten ist Vellahn, um bis zur Pause den 15:15 Ausgleich zu erzielen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Kai Peter Larisch bereits siebenmal für Vellahn getroffen und war von der Güstrower Deckung nicht zu stellen.

Die Gäste hatten schnell gemerkt hier geht heute was, denn die Güstrower waren jetzt nervös. Man haderte mit der eigenen Leistung und suchte die Schuld bei den Schiedsrichtern zu finden, die in dieser Phase aus Sicht der Güstrower eine klare Linie vermissen ließen. Vellahn profitierte davon und ging zu Beginn der zweiten Hälfte in Führung. Über die Stände 15:18, 18:22 und 20:26 betrug der Vorsprung zeitweise sechs Tore. Doch es kam noch dicker für Güstrow, wieder ein Pfiff und die nächste Hinausstellung gegen Güstrow, diesmal traf es Christian Schmidt. Es war seine dritte, also die zweite Rote Karte für Güsrow an diesem Tag.

Die Mannschaft feuerte sich immer wieder an man wollte sich hier nicht geschlagen geben. Christopher Lindenau jetzt zwischen den Pfosten der Güstrower konnte neue Impulse setzen hielt unter anderem einen Siebenmeter und einige freie Bälle. Güstrow verkürzte blieb dran, die Mannschaft ging jetzt offensiver zu Werke erkämpfte den Ball und konterte mit Erfolg. Dann Überschlagen sich die Ereignisse, Lindenau hält einen Konter und Güstrow im Ballbesitz, doch auch Güstrow trifft nur die Latte und der Ball springt erneut zum gleichen Vellahner Spieler der sich diesmal durchsetzen kann.

Zwei Tore von Steffan Förster und ein Tor von Gerald Hein bringen das 27:29 und noch fast zwei Minuten zu spielen. Wieder Ballgewinn für Güstrow, Thomas Arnold startet durch, wird gefoult, aber es ertönt kein Pfiff, das war die Chance zum Anschluss. Weiter mit Ballbesitz Vellahn, ein Vellahner Spieler auf dem Weg zum Tor prallt dann mit Maic Sadewasser zusammen, hier ertönt der Pfiff Siebenmeter und Rot gegen Maic. In den weiteren Sekunden gibt es dann noch einen Ausschluss gegen Vellahn.

Am Ende verlieren die Güstrower gegen eine glückliche Vellahner Mannschaft, die damit unter den letzten acht Mannschaften im Pokal steht.

GHV: A. Pötzsch, C. Lindenau, A. Nowatzki, G. Hein, M. Sadewasser, S. Förster, T. Arnold, S. Nucklies, M. Jahn, C. Schmidt, H. Schuldt

 
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